VP-Kohl: Mit S1-Eröffnung droht Verkehrschaos in Favoriten

SPÖ-Rückzug beim U1-Ausbau zeigt mangelnde Planungskompetenz auf

Wien (VP-Klub) - Gestern wurde bekannt, dass 27 Jahre nach der Eröffnung der U1 bis zum Reumannplatz und der Festlegung, diese weiter in den Süden verlängern zu wollen, plötzlich die Errichtung eines Fußballstadions zur Bedingung für die Weiterführung gemacht wird. "Die Wankelmütigkeit dieser Stadtregierung hat nun die Favoritner Bevölkerung zu bezahlen. Denn mit der Fertigstellung der Wiener Südumfahrung S1 im nächsten Jahr wird der Autoverkehr die Favoritenstraße verstopfen und zu einem heillosen Verkehrschaos führen", betont der Klubobmann der ÖVP Favoriten Thomas Kohl.

Dazu kommt, dass die Bezirks-SPÖ im Februar dieses Jahres die Forderung der ÖVP, umgehend eine Park&Ride-Anlage in Rothneusiedl zu errichten, schubladisiert hat. In diesem Fall wurde der Trick des "Verzögerns" angewandt, nämlich die Ergebnisse der Detailplanung abzuwarten. Diese werden allerdings erst im Jahr 2007 (!) vorliegen. "Favoriten benötigt spätestens nächstes Jahr eine Park&Ride-Anlage und bis zur Verlängerung der U1 eine leistungsfähige Shuttle-Bus-Verbindung zum Reumannplatz", fordert Kohl. "Nur damit kann sichergestellt werden, dass ein Kollabieren der Verkehrssituation im Wiener Südraum verhindert wird."

Und was die Entwicklung des Stadtteils Rothneusiedl anbelangt, kann man sich nur wundern: Wenn Schicker überrascht feststellt, dass die Gründe in Rothneusiedl teurer geworden sind, dann deckt das nur die Planlosigkeit und mangelnde Vorausschau der roten Stadtverwaltung sowie der Entwicklungsgesellschaft SET auf. Denn bereits vor zehn Jahren wurden die ersten Überlegungen in Angriff genommen, das Gebiet in Rothneusiedl für gewerbliche Zwecke zu nutzen. "Damals hätte man die Grundstücke kaufen sollen und nicht erst nachdem Herr Stronach erklärt hat, dort ein Stadion bauen zu wollen", stellt Kohl abschließend fest.

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