Burgstaller: Kosten für Krebstherapien explodieren - Rauch-Kallat soll Verantwortung wahrnehmen

"In der Gesundheitspolitik darf es kein Ping-Pong-Spiel auf dem Rücken der Patienten geben!"

Wien (SK) "Mit dem Versuch, das Problem der explodierenden Medikamentenkosten für Krebstherapien auf die Bundesländer abzuwälzen, macht es sich Gesundheitsministerin Rauch-Kallat entschieden zu einfach", sagt Donnerstag Salzburgs Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Moderne Medikamente versprechen eine deutliche Steigerung der Lebenserwartung von Krebspatienten - doch sie sind auch teuer. Seit Jahren warnen ExpertInnen vor den Folgen: Die Medikamentenkosten steigen rasant an, die Budgets der Spitäler sind dadurch bis an die Grenzen belastet. "In dieser Situation sind überregionale Strukturen und Finanzierungsmöglichkeiten gefragt", erklärt Burgstaller, denn "es geht für die SPÖ um den Grundsatz, dass all jene Patienten, bei denen medizinisch nachgewiesener Bedarf besteht, mit den nötigen Medikamenten versorgt werden". Im Fall der modernen medikamentösen Krebstherapie könne es nicht darum gehen, jede behauptete Neuentwicklung der Pharmaindustrie unhinterfragt einzusetzen. "Bei dokumentierten Behandlungserfolgen ist der Einsatz auch teurer Medikamente jedoch gerechtfertigt und notwendig", hält Burgstaller fest. ****

Indem die Gesundheitsministerin das Finanzierungsproblem auf die Länder abschiebt, fördere sie eine "Zwei-Klassen-Medizin, in der nur Patienten Aussicht auf Erfolg versprechende Behandlung haben, wenn sie es sich leisten können. Das ist gesundheitspolitisch verantwortungslos", so Burgstaller.

Betroffene Patienten müssen sich auf "gut funktionierende und finanziell ausreichend ausgestattete Forschungs- und Behandlungszentren verlassen können. Die nötigen Strukturen können nur in Verhandlungen zwischen Bund und Ländern geklärt und in einer §15a-Vereinbarung festgehalten werden. Die Gesundheitsministerin muss ihre Verantwortung wahrnehmen und endlich handeln", betont Burgstaller, denn "in der Gesundheitspolitik darf es kein Ping-Pong-Spiel auf dem Rücken der Patienten geben"!

Für Burgstaller, die das SPÖ-Kompetenzteam Gesundheit leitet, ist die aktuelle Diskussion über teure Krebstherapien ein "weiterer Beweis, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems dringend überarbeitet und auf neue Beine gestellt werden muss". (Schluss) ps/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001