Wortmeldung der Wiener Onkologen betreffend fehlender Mittel für moderne Therapien

Wien (OTS) - Der Österreichische Hausärzteverband solidarisiert sich mit den Onkologen der Wiener Universitätsklinik. Die Strategie einer de facto Medikamentenrationierung wird im niedergelassenen Bereich seit Jahren konsequent angewandt. Nicht nur der Einsatz extrem aufwändiger Therapien für extrem kranke Patientinnen und Patienten wird durch bürokratische Hürden erschwert, auch die Anwendung medizinisch indizierter Standardbehandlungen für hunderttausende Risikopatientinnen und Patienten werden an ökonomisch basierte Kriterien gebunden.

Zweckmäßig und das Maß des Notwendigen nicht überschreitend sollen laut den Richtlinien der Sozialversicherungen unsere Krankenbehandlungen sein. Der selbe Maßstab muss auch für die Gesundheitsverwaltung gelten. Gerade in diesem Jahr fließen Millionen Euro in die Aufrüstung einer kontrollwütigen Gesundheitsbürokratie (Rechnungshofbericht zur E-card), deren Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit weder für die Ärzteschaft noch für die Patientinnen und Patienten nachvollziehbar ist.

Die Basis dieser Gesundheitsreform ist das Misstrauen der Gesundheitsbürokraten der Ärzteschaft gegenüber, das Ziel dieser Reform ist Einsparung.

Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, die Reformziele offenzulegen und die jederzeit widerlegbare Behauptung zu unterlassen, diese Reform brächte Vorteile für die medizinische Versorgung der Österreichischen Patientinnen und Patienten.

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Dr. Christian Euler
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