NR-Sondersitzung: Nachmittagsbetreuung solide finanzieren

Städtebund: Mehr Geld vom Bund nötig - Nachmittagsbetreuung absolut beschäftigungsintensiv

Wien (OTS) - Die heute, Donnerstag, stattfindende NR-Sondersitzung sollte sich nicht zuletzt auch mit einer besseren Finanzierung der Nachmittagsbetreuung auseinandersetzen. "Die im Juli beschlossene schulische Nachmittagsbetreuung muss solide und nachhaltig vom Bund finanziert werden. Bislang stellt der Bund gerade 2 Stunden von 5-6 Stunden Betreuungsaufwand am Nachmittag zur Verfügung. Damit bleiben in Zukunft Eltern und Städte/Gemeinden auf zwei Dritteln der Kosten sitzen", kritisierte Städtebund-Generalsekretär Erich Pramböck die unausgegorene Schulreform.

Nachmittagsbetreuung: Mehr Jobs, weniger Kosten für Eltern

"Für die Nachmittagsbetreuung gibt es natürlich großen Bedarf und dort wäre beschäftigungspolitisch auch einiges machbar, gerade angesichts der angespannten Beschäftigungssituation bei Junglehrern. Eine vernünftige Finanzierung durch den Bund könnte auch Eltern einiges sparen, etwa 50-100 Euro pro Kind/Monat", schätzte Pramböck. "Das wäre dann eine echte Familienförderung, während sich die Schulreform in ihrer jetzigen Form eher als Belastungspaket für Eltern herausstellen dürfte."

Pramböck verwies dabei auf eine Städtebund-Umfrage vom Mai 2005. "56 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Kostentragung durch Bund bzw. Länder aus, 20 Prozent für eine gemeinsame Kostenaufteilung Bund/Länder/Gemeinden. Die Österreicher nehmen also bei der Nachmittagsbetreuung die übergeordneten Gebietskörperschaften Bund/Land klar in die Pflicht", erklärte der Städtebund-Generalsekretär.

Hände weg von der Kommunalsteuer

Eine Senkung der Kommunalsteuer lehnte Pramböck nachdrücklich ab. "Hände weg von der Kommunalsteuer, sie sichert kommunale Infrastrukturen und tausende Arbeitsplätze in ganz Österreich", schloss Pramböck. (Schluss) wh

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