SP-Driemer an Kenesei: Umsetzung von wichtigen Projekten im Süden Wiens vom Bund abhängig

Wien (SPW-K) - Noch immer fehlende Zustimmung des Finanzministers zur U1-Verlängerung - Realisierung des Schienen-Güterterminal Inzersdorf im Bundes-Generalverkehrsplan weit nach hinten verschoben

"Die Umsetzung wichtiger Projekte im Süden Wiens ist nicht allein von Entscheidungen der Stadt, sondern auch zu einem großen Teil von der Zustimmung des Bundes abhängig. Wien ist keineswegs bei der Umsetzung von diesbezüglichen Vorhaben säumig", entgegnete Mittwoch der Vorsitzende des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, Johann Driemer, den "Stückwerk"-Behauptungen von ÖVP-Gemeinderat Günther Kenesei. "Ohne die bzw. vor der Verwirklichung der von Wien bereits geplanten Verlängerung der U 1 in den Süden Wiens ist die Umsetzung der meisten von Kenesei erwähnten Vorhaben nicht sinnvoll. Leider steht der ÖVP-Parteifreund von Kenesei, Finanzminister Grasser, gerade bei dem mit Infrastrukturminister Gorbach bereits vereinbarten Ausbau der U1 hinsichtlich der notwendigen Kostenbeteiligung des Bundes voll auf der Bremse. Auch hat die Bundesregierung die Errichtung des Schienen-Güterterminals in Inzersdorf und den damit korrespondierenden zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer-Linie weit nach hinten in das nächste Jahrzehnt verschoben", argumentierte Driemer.

Auch Kollege Kenesei werde wohl der Überlegung zustimmen, dass z. B. die von ihm so heftig urgierte Errichtung der Unterführung der Himberger Straße unter der Donauländebahn bevor die U-Bahn ebenfalls an dieser Stelle die Bahntrasse unterfahre, wenig sinnvoll, ja ein Nonsens wäre, weil dann möglicherweise wieder alles um teures Geld neu aufgegraben und geändert werden müsste, setzte Driemer fort. Das Ausmaß der weiteren Stadtentwicklung im Süden Wiens hänge verständlicherweise eng mit der U-Bahn-Verlängerung zusammen. Und solange darüber keine Entscheidung in Form einer verbindlichen Fixierung der Kostenbeteiligung des Bundes bestehe, sei es unverantwortlich, Großprojekte, wie u.a. die von Kenesei erwähnte neue Sportarena, zu verwirklichen, meinte Driemer.

Leider herrsche auch seitens der ÖBB seit vielen Monaten im Zusammenhang mit der Realisierung des Güterterminals in Inzersdorf Funkstille, führte Driemer weiter aus. "Wien dafür verantwortlich zu machen, zeigt von einer Kurzsichtig- und Ideenlosigkeit, wie sie in der Wiener ÖVP gerade in jüngerer Zeit auf der Tagesordnung steht. Ihr Neo-Gemeinderat Kenesei scheint davon schon stark angezogen worden zu sein. Wobei besonders pikant ist, dass Kenesei nun mit dem Güterterminal Inzersdorf eine Projektumsetzung urgiert, die er in seinen Zeiten als grünbewegter Mandatar abgelehnt hat", schloss Driemer. (Schluss)

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