Römer: "Safety Driver - Win-Win-win Situation für Sicherheit, Lenker und Verkehrswirtschaft"

Ziel ist Senkung der Zahl der selbstverschuldeten Lkw-Unfälle um 20 % - Safety Driver-Aktion Vorbild bei der Umsetzung der EU-Richtlinie für Berufskraftfahrer

Wien (pwk608) - Die Initiative ‚Safety Driver’ ist eine Win-Win-win Situation für Sicherheit, Lenker und Verkehrswirtschaft", freut sich Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Mittwoch, über die erfolgreiche Zwischenbilanz der Aktion. Seine Wurzeln hat der "Safety Driver" in Wien, wo Römer ihn im Jahr 2000 ins Leben gerufen hat und wo er von Alexander Klacska, dem derzeitigen Obmann der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Wien, engagiert weitergeführt und koordiniert wird. Gemeinsam danken Römer und Klacska allen Partnern, die helfen, den Erfolg der Aktion sicherzustellen, das sind Fahrschulen, ÖAMTC und ARBÖ, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und der Wiener Arbeitnehmer Förderungsfonds (WAFF).

Ziel der "Safety Driver"-Schulungsaktivitäten, an denen bis jetzt rund 1300 Lenker teilgenommen haben, ist es, der Zahl der selbstverschuldeten Lkw-Unfälle bis 2010 um 20 Prozent zu senken. Der "Safety Driver" ist für Berufskraftfahrer aller Kategorien - vom Taxi bzw. Kleintransporter bis hin zum schweren Lkw-Zug - konzipiert, wobei die spezifischen Inhalte den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Unternehmen angepasst werden. Spartenobmann Klacska betont: "Gut geschulte Fahrer sind Visitenkarten jedes Unternehmens. Und: Der ‚Safety Driver’ ist eine Investition in Mitarbeiter, die sich rechnet: Denn Firmen ersparen sich mit gut ausgebildeten Lenkern viel Geld: Es gibt weniger Schadensfälle, daher fallen weniger Versicherungsleistungen an, Unfallschadensfolgen wie Krankenhauskosten und Krankenstände werden minimiert."

Auf Lkw-Unfälle entfielen im Jahr 2004, wo es insgesamt 42.000 Unfälle im Strassenverkehr gab, lediglich rund 5 Prozent.Trotz steigendem Aufkommen im Wirtschaftsverkehr blieben die Unfallziffern 2004 im Vergleich zu 2003 nahezu unverändert (nur +1,1 Prozent). Erfreulicherweise ist die Zahl der Unfälle mit großen Lkw im ersten Halbjahr 2005 um 10,8 Prozent beachtlich gesunken, ebenso gesunken ist die Zahl der Verkehrstoten.

Derzeit zeigt das Expresstransport-Unternehmen TNT schon österreichweit vor, wie es gelingt, den täglichen Herausforderungen im Berufsverkehr gut vorbereitet zu begegnen. Helmut Steiner, Geschäftsführer von TNT Österreich, dirigiert 150 Fahrzeuge, die im Auftrag der Kunden täglich mehr als 50.000 Kilometer zurücklegen. "Stress, zunehmende Verkehrsdichte und ständig sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen sind Faktoren, die eine ständige Weiterbildung wie eben auch durch den ‚Safety Driver’ notwendig machen." Er weiß davon zu berichten, dass die "Safety Driver"-Schulungsangebote sehr gut angenommen werden. Und die Idee von "Safety Driver" findet stetig mehr Anklang: Was im Jahr 2000 in Wien begann, hat sich aufgrund des großen Interesses bereits auf mehrere Bundesländer ausgedehnt."Der Safety Driver ist ein lebendiges, sich stets weiter entwickelndes Projekt, bei dem wir uns natürlich nach den Anforderungen des Marktes und damit den Bedürfnissen unserer Mitgliedsbetriebe orientieren", betont Römer.

Die EU-Erweiterung und steigender Konkurrenz- und Kostendruck erfordern eine zunehmende Qualitätsverbesserung von Verkehrsdienstleistungen. Zudem sieht die EU-Richtlinie für Berufskraftfahrer in Zukunft eine obligatorische Lenkeraus- und -weiterbildung vor. Die Erfahrungswerte aus der "Safety Driver"-Aktion sollen in das Gesamtkonzept der Umsetzung einfließen, schließt die WKÖ-Vizepräsidentin.

Mehr Informationen zum "Safety Driver" bietet die Internet-Homepage www.safety-driver.at. (EBK/JR)
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