Krainer: Gefährliche Chemikalien raus aus dem Alltag

Bartenstein muss endlich REACH-Studie für Österreich veröffentlichen

Wien (SK) "Deutschland hat bereits eine Studie veröffentlicht, welche positiven Auswirkungen die EU-Chemikalienverordnung REACH auf die deutsche Volkswirtschaft haben wird. In Österreich wartet man noch immer auf eine derartige Studie", monierte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auf eine parlamentarische Anfrage des SPÖ-Umweltsprechers antwortet der zuständige Minister Bartenstein, dass diese noch im 3. Quartal präsentiert werden soll. Aus gut informierten Kreisen sei zu hören, dass die Ergebnisse bereits vorliegen, aber noch zurückgehalten werden, da die Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung mit den positiven Ergebnissen dieser Studie "unzufrieden" sind. Der SPÖ-Umweltsprecher fordert hier rasche Aufklärung. ****

Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, ansteigendes Krebsrisiko und erhöhte Fruchtbarkeitsstörungen sind Auswirkungen der gefährlichen Chemikalien unseres täglichen Lebens. Derzeit sind ca. 100.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt. Bei über 95 Prozent dieser Chemikalien wisse man nichts über Risiken. Mobiltelefone, Kinderspielzeug, Reinigungsmittel, Kleidung, Kosmetika und Möbel enthalten alle chemische Stoffe, die die Gesundheit gefährden können, erklärte Krainer.

Aus diesem Grund werde daher gerade an der neuen EU-Chemikalienverordnung REACH gearbeitet. Diese Verordnung soll erstens die Wissenslücke über die gefährlichen Eigenschaften und Wirkungen der chemischen Stoffe schließen, zweitens die Hersteller dazu verpflichten, den Nachweis für die Unbedenklichkeit der Stoffe zu erbringen und drittens die Verwendung der gefährlichsten Stoffe streng reglementieren.

Krainer verlangt neben der raschen Veröffentlichung der REACH-Studie ein Verbot für alle gefährlichen Substanzen am europäischen Markt bis 2010. "Wie notwendig diese Verordnung ist, beweist die Muttermilchstudie von Global 2000 - Muttermilch ist bereits so verseucht, dass man sie aus den Verkaufsregalen nehmen müsste würde sie dort angeboten werden", so der SPÖ-Umweltsprecher abschließend. (Schluss) ps/mm

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