AK: 2-Cent-Benzinpreiserhöhung bringt Finanzminister 11 Millionen Euro allein aus der Umsatzsteuer

Tumpel verlangt sofortigen Ausgleich für PendlerInnen: Kilometergeld, Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag erhöhen

Wien (OTS) - Die Mineralölkonzerne sollen die Preisbildung dem Markt überlassen verlangt die AK angesichts der 2-Cent-Benzinpreisverteuerung durch den größten heimischen Tankstellenbetreiber OMV. "Dass der Wettbewerb ausreichend gut funktioniert, wie zuletzt in der Benzinmarktstudie des Wirtschaftsministeriums behauptet, kann kaum die Rede sein, wenn sich die Großen ständig Preiserhöhungen über die Medien zurufen", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel. Vor allem, wenn diese Ankündigungen vom Marktführer kommen - immerhin gehört jede fünfte Tankstelle in Österreich der OMV. Großer Gewinner ist wieder einmal der Finanzminister: Er schneidet allein aus der Umsatzsteuer durch die 2-Cent-Erhöhung bei Benzin rund 11,2 Millionen Euro mit.

Daher fordert der AK Präsident erneut eine sofortige Entlastung für die PendlerInnen. Immerhin sind über 600.000 PendlerInnen in Österreich Tag für Tag aus beruflichen Gründen auf das Auto angewiesen, weil sie keine Alternative haben. "Sie müssen seit Jahren die hohen Preise schlucken, der Finanzminister muss endlich einen finanziellen Ausgleich für sie schaffen", bekräftigt Tumpel. Daher müssen Pendlerpauschale um weitere 15 Prozent, für jene, die ihr privates Auto beruflich nutzen, das Kilometergeld auf 42 Cent sowie der Verkehrsabsetzbetrag erhöht werden. Dieser ist seit 1988 nicht mehr angehoben worden. Mehreinnahmen aus der Umsatzsteuer müssen zum Ausbau von zusätzlichen öffentlichen Nahverkehr verwendet werden, damit PendlerInnen auch öffentliche Verkehrsmittel als Wahlmöglichkeit haben.

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