Martinz: Ein Flieger macht noch keinen Sommer

Verträge mit HLX auf den Tisch und Forderungen der Wirtschaft endlich umsetzen. Styrian-Flug nach Zürich viel zu teuer.

Klagenfurt (OTS) - "Nach dem rasanten Abflug der Ryan Air aus Kärnten fordere ich Johannes Gatterer auf, die Verträge mit HLX offen zu legen, damit den Unternehmern in Kärnten eine weitere Überraschung erspart bleibt", sagt heute LR Josef Martinz, nachdem die Ryan Air ihre Flüge ab Klagenfurt gestrichen hat. Was funktioniert, sei in Kärnten leider nie von langer Dauer, daher sei es für die Touristiker in Kärnten wichtig zu wissen, auf welchen Zeitraum die Verträge mit HLX abgeschlossen sind. Zumal alleine heuer 460.000 Euro Steuergeld an die HLX fließen. Sollte 2006 erst verhandelt werden müssen, drohe mit HLX der nächste Absturz.

"Für Kärnten und die Unternehmer ist es schlimm, dass wieder eine Luftblase geplatzt ist. Aber es ist auch klar, dass ein Flieger noch keinen Sommer macht", so Martinz. Schon gar nicht könne Bilgram die Ryan Air als Ausrede für ein Saison-Minus verwenden. Denn laut offizieller Landesstatistik seine die Ankünfte britischer Gäste von 2001 bis Ende 2004 von 15.029 auf 18.733 gestiegen. Dies seien gerade 20 volle Ryan Air-Maschinen.

Auch die offensichtlich neue Idee, aus der Styrian Spirit eine Billigfluglinie zu machen, die dann London anfliegt, scheine aus den Sternen gegriffen. "Die Tarife der Styrian sind laut Preisliste des Zürich-Fluges jenseits einer Billigfluglinie und 400 Euro für eine Strecke sind keine Familientarife", warnt Martinz. Über 800 Euro für einen Hin- und Retourflug Klagenfurt - Zürich, ohne Gebühren und Steuern seien selbst für die Kärntner Wirtschaft kein Schnäppchen. "Da selbst Paris ab Klagenfurt noch nicht buchbar ist, wird es London noch lange nicht sein. Schönwetter-Reden helfen dem Kärntner Tourismus nicht", so Martinz.

Es sei daher laut Martinz ein Gebot der Stunde, dass die langjährigen Versprechen der zahlreichen blauen Tourismusreferenten endlich in Taten umgesetzt werden. "Saisonverlängerung, neue Märkte, buchungsentscheidende und wetterunabhängige Infrastruktur, eine schlagkräftige Kärntenwerbung, mehr Budget fürs Marketing und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sind die dringendsten Anliegen der Touristiker, die endlich erfüllt werden müssen", erklärt Martinz.

Kärnten Werber Bilgram sei gefordert, sich diesen Herausforderungen zu stellen und müsse nicht einem Flieger nachweinen. "Bilgram hat längst die Kernaufgaben der Kärnten Werbung über Bord geworfen. Eigentlich kann er gleich mit der Ryan Air gemeinsam Kärnten verlassen", fordert Martinz.

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