SP-Schuster: Rückgang der Kriminalität erfreulich, dennoch kein Grund für Zufriedenheit

Allein Verdienst der PolizistInnen - Zahl der strafbaren Handlungen in Wien aber noch immer deutlich höher als 1999 - Aufklärungsquote um 40 Prozent gesunken

Wien (SPW-K) - "Der soeben vom Innenministerium verkündete Rückgang der Kriminalität in den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres gegenüber dem gleichen Zeitraum 2004 ist zwar grundsätzlich erfreulich, aber dennoch kein Anlass für Zufriedenheit. Gegenüber 1999, dem vorläufig letzten Jahr eines von der SPÖ gestellten Innenministers, ist die Zahl der strafbaren Handlungen noch immer besorgniserregend höher", stellte Mittwoch der Sicherheitssprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Godwin Schuster, im Pressedienst der SPÖ Wien fest.

Der Rückgang bei der angezeigten Zahl der strafbaren Handlungen sei allein ein Verdienst der trotz schwierigster Umfeldbedingungen -u.a. durch die Sparmaßnahmen der schwarzblauorangen Bundesregierung bei der Sicherheit - mit größtem Engagement bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit tätigen MitarbeiterInnen bei der Polizei, ortete Schuster die Hauptursache für den derzeit feststellbaren Rückgang der Kriminalität. Entwarnung dürfe trotzdem auch und vor allem in Wien nicht gegeben werden. Schuster: "In den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres betrug die Zahl der in Wien angezeigten Fälle (131.853) bereits 85 Prozent der im gesamten Jahr 1999 (154.296) begangenen Straftaten. Das bedeutet, dass am Jahresende 2005 die Jahres-Kriminalitätsrate weiterhin deutlich über jener vor sechs Jahren liegen wird".

Unerfreulich sei zudem, so der Mandatar weiter, die in den ersten sieben Monaten 2005 unerfreulich niedrige Aufklärungsquote in Wien in der Höhe von 28,4 Prozent. 1999 habe diese noch 44,36 Prozent betragen. Resümee Schusters: "Die Kriminalitätsbekämpfung muss stärker intensiviert, die Zahl der vor Ort in den Wiener Bezirken tatsächlich ihren Dienst versehenden PolizistInnen erhöht, die über die Köpfe der großen Mehrzahl der MitarbeiterInnen dekretierte derzeitige Dienstzeiteinteilung reformiert werden. Polizeiinterne Statistiken belegen einmal mehr, dass derzeit fast 700 für die Bezirke stellenplanmäßig vorgesehene Dienstposten entweder nicht besetzt oder die Dienstposteninhaber anderweitig verwendet werden. Nur eine ausreichende vorhandene Zahl bestens motivierter ExekutivbeamtInnen ist der Garant für ein nachhaltiges Sinken der Kriminalität. Wien braucht deshalb 1000 PolizistInnen mehr", schloss Schuster. (Schluss)

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