Scheuch für lückenlose Evaluierung des AMS

Diskussion auch über Privatisierung führen

Wien, 2005-08-10 (bpb) - Handlungsbedarf bei der Institution Arbeitsmarktservice (AMS) ortet BZÖ-Bündnissprecher Nabg. DI Uwe Scheuch. "Dort werden die Jobs noch viel zu viel administriert. Dass muss sich ändern", fordert Scheuch. Bestes Indiz dafür seien die zunehmenden Aktivitäten von privaten Stellenvermittlungen. Immer mehr Unternehmer würden nicht grundlos deren Dienste bei der Personalsuche in Anspruch nehmen. ****

In letzter Zeit hätten sich Beschwerden über den mangelnden Service des AMS insbesondere von Unternehmensseite gehäuft, zitierte Scheuch ein aktuelles Beispiel. So wollte etwa ein Unternehmer im Dienstleistungsbereich einen Lehrling anstellen. Daraufhin übermittelte das AMS zwar 30 Adressen, eine Antwort zurück kam aber gerade einmal von vier Bewerbern. "Das zeigt, dass hier einiges Schief läuft und hier viel zu viel verwaltet wird. Kein Wunder, wenn sich Firmen dann an private Stellenvermittlungen wenden", so Scheuch.

Insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Arbeitsmarktdaten sei daher in diesem Bereich dringender Reformbedarf gegeben. "Das AMS muss sich mehr zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickeln. Wir fordern daher als ersten Schritt eine lückenlose Evaluierung des AMS durch ein unabhängiges Beratungsinstitut. Dann liegen die Fakten am Tisch und wir können weitere Schritte planen. Diese können auch bis zu einer kompletten Privatisierung dieser Institution reichen. Hier müssen wir eine Diskussion ohne Vorbehalte ohne Tabus führen", so Scheuch abschließend.

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