ÖH sieht völlige Verblendung bei Gehrer

StudierendenvertreterInnen mit Drei-Punkte-Programm für Unipolitik

Wien (OTS) - "Völlige Verblendung von Bildungsministerin Gehrer" sieht Barbara Blaha aus dem ÖH-Vorsitzteam im Zusammenhang mit den Aussagen der Ministerin in den heutigen Ausgaben der Tageszeitungen "Die Presse" und "Kronenzeitung". Gehrer hatte in der "Kronenzeitung" abgewiesenen Studierenden geraten, einfach eine andere Naturwissenschaft zu studieren. So öffentlich und unverblümt, Studierende für dumm zu verkaufen, sei einer Bildungsministerin unwürdig, so Blaha. "Wer Medizin inskribieren will, will Medizin studieren und nicht Mathematik. Studierenden so etwas vorzuschlagen ist blanker Hohn."

Als "hochproblematisch" bezeichnet Rosa Nentwich-Bouchal vom ÖH-Vorsitzteam die Ankündigung Gehrers, jetzt auch Zugangsbeschränkungen im Lehramt einzuführen. Wovor die ÖH immer gewarnt hätte, sei eingetreten: Es wird nicht bei den acht beschränkten Fächern bleiben. Nentwich-Bouchal bekräftigt die Position der ÖH: "Zugangsbeschränkungen halten nicht das, was Bildungsministerin Gehrer sich davon versprochen hat." Trotz der bisherigen Erfahrungen mit den gescheiterten Zugangsbeschränkungen jetzt weitere einzuführen, "ist mehr als fatal."

Die beiden ÖH-Vorsitzenden sind sich einig, dass drei Dinge für eine offene und zukunftsorientierte Universitätspolitik notwendig sind: "Es braucht erstens den politischen Willen, für Alternativen zu Zugangsbeschränkungen Geld in die Hand zu nehmen. Es braucht zweitens Rektoren, die gemeinsam mit den Studierenden das Beste für ihre Universität erkämpfen und es braucht drittens endlich wieder eine Bildungsministerin, die nicht die Augen vor der Realität verschließt" fordern Barbara Blaha und Rosa Nentwich-Bouchal.

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