"Der menschliche Körper als Chemikalien-Sondermüll-Deponie?"

GLOBAL 2000 startet Kampagne für ein starkes EU-Chemikaliengesetz

Wien (OTS) - Wien (10. August 2005). In der Muttermilch europäischer Mütter finden sich über 300 unterschiedliche Industriechemikalien. Darunter sind viele bereits seit langem verbotene Stoffe, aber auch steigende Konzentrationen von Substanzen wie Weichmacher, Duftstoffe oder Flammschutzmittel. In unserem Blut können ebenfalls viele chemische Stoffe aus der Chemieindustrie nachgewiesen werden. Weltweit sind über 100.000 synthetische Chemikalien auf dem Markt mit einem Gesamtproduktionsvolumen von 400 Millionen Tonnen pro Jahr. Altstoffe, das sind vor 1981 auf den Markt gebrachte Chemikalien, mussten nie auf ihre Folgen für die menschliche Gesundheit und ihre Auswirkungen auf die Umwelt untersucht werden. Das betrifft rund 97 Prozent aller Chemikalien. "Wir möchten mit dieser Kampagne die Menschen aufrütteln und unsere Politiker dazu bringen, sich für ein starkes, wirkungsvolles und umfassendes Chemikaliengesetz innerhalb der EU einzusetzen. Es geht heute darum, unseren Kindern eine vor Industriechemikalien sichere Lebenswelt zu hinterlassen. Diese Jahrhundertchance dürfen wir nicht verstreichen lassen", beschreibt Helmut Burtscher die Motivation für die Kampagne. Im Herbst 2005 wird im EU-Parlament die erste Lesung zum möglicherweise bahnbrechenden Chemikaliengesetz REACH stattfinden."Jetzt geht es darum, den von der Industrielobby verwässerten Gesetzesvorschlag so nachzubessern, dass ein umfassender Schutz vor schädlichen Industriechemikalien für Mensch, Tier und Umwelt gewährleistet werden kann. Dafür müssen sich der Umweltminister Pröll und sein Kollege Wirtschaftsminister Bartenstein einsetzen", so Burtscher.

Die Kampagne "Sondermüll-Deponie Mensch" - eine Aktion für ein starkes europäisches Chemikaliengesetz - wurde gemeinsam von GLOBAL 2000/Friends of the Earth Austria und B.U.N.D Deutschland/Friends of the Earth Germany entwickelt. Es werden drei Plakatmotive verwendet, das Gesicht einer Frau, eines Mannes und eines Kindes. Die Gesichter wurden mit einem Sondermüllstempel markiert, um auf die Belastung des menschlichen Körpers mit Chemikalien hinzuweisen. Nach der deutschen Bundeshauptstadt Berlin hängen die Plakate und City-Lights nun den ganzen August in Wien. Fotos, Fact Sheets und Info-Material finden Sie unter www.global2000.at

Wer aktiv werden will, kann e-cards mit drei unterschiedlichen Motiven verschicken oder gegen eine Spende von 10 Euro das REACH-Plakat seiner Wahl unter 01/812 57 30 oder office@global2000.at bestellen.

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000
Helmut Burtscher
0699/14200034
Andreas Baur
Tel.: (++43-1) 812 57 30/18
andreas.baur@global2000.at

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