ARBÖ: 2. Reisewelle aus Süddeutschland und Rückreisewelle "überrollen" Transitstrecken im Westen

Stundenlange Wartezeiten an den Grenzen

Wien (OTS) - Der Samstag entwickelte sich im Laufe des späten Vormittags zum vorhergesagten Stausamstag, berichten die Verkehrsexperten des ARBÖ. Die 2. Reisewelle aus den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg und die Urlauberrückreisewelle sorgten auf den Transitrouten für Staus in beiden Richtungen. Besonders betroffen waren Westösterreich und das benachbarte Bayern.

Die längsten Staus in Österreich wurden wieder einmal auf der A10, Tauernautobahn, gemeldet. Vor dem Nordportal des Tauerntunnels wurde der Verkehr bereits seit 02:20 Uhr nur mehr blockweise abgefertigt. Gegen 11:30 Uhr reichte die Blechlawine rund 15 Kilometer zurück. In Richtung Norden sorgte der Urlauberreiseverkehr für jeweils rund 5 Kilometer Stau vor dem Katschbergtunnel und der Mautstelle St. Michael. "Die Reisenden in Richtung Süden mussten eine Zeitverzögerungen von rund 2-3 Stunden einplanen. In Richtung Norden verliert man etwa 1-1,5 Stunden. Gegen 11:30 Uhr musste die A10 bei Zederhaus allerdings in beide Richtungen für rund eine Stunde gesperrt werden. Schafe hatten sich auf die Fahrbahn verirrt und mussten erst mühsam wieder eingefangen werden.", berichtet Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. Viele Autofahrer wichen über das so genannte kleine deutsche Eck und die ÖBB-Tauernschleuse bzw. die Großglocknerhochalpenstraße aus. Deshalb kam es in den Mittagstunden auch auf der B311, Pinzgauer Bundesstraße, bei Lofer ebenfalls zu mehreren Kilometern Stau in Richtung Süden.

In Tirol war vor allem die B179, Fernpaß Bundesstraße, von den beiden Urlauberreisewellen betroffen. In Fahrtrichtung Süden gab es zwischen Heiterwang und Bichlbach auf rund 5 Kilometern nur mehr ein Weiterkommen im Schrittempo. In Richtung Deutschland wurde der Verkehr vor dem Lermoosertunnel ab 11 Uhr nur mehr blockweise durch den Tunnel geschleust. Die Folge war binnen weniger Minuten ein ebenfalls mehrere Kilometer langer Stau.

Die Baustelle bei Gasteltobeltunnel sorgte im Zuge des Rückreiseverkehrs auf der S16, Arlbergschnellstraße, in Vorarlberg für erhebliche Verkehrsprobleme. Durch die Fahrbahneinengung kam der Verkehr in Richtung Deutschland zum Erliegen. Vor dem Dalaasertunnel konnte der Verkehr daher nur mehr blockweise abgefertigt werden.

Eine Baustelle und der Rückreiseverkehr sorgte auf der A2, Südautobahn, ebenfalls für erhebliche Verzögerungen. Im Packabschnitt der A2 kamen die Autofahrer am Vormittag zwischen Modriach und Steinberg in Richtung Wien auf rund 15 Kilometern zum Teil nur mehr sehr langsam vorwärts. Vor dem Herzogbergtunnel und Kalcherkogeltunnel bei Wolfsberg sorgte die Blockabfertigung ab 11:30 Uhr für kilometerlangen Rückstau.

Geduldsprobe an den Grenzstellen zu Ungarn, Slowenien und Tschechien=

Auch an den Grenzstellen mussten sich die Reisenden im Zuge des Reiseverkehrs einer Geduldsprobe unterwerfen. Besonders an den Grenzstellen zu Ungarn und der Tschechischen Republik wurden zum Teil stundenlange Wartezeiten bei der Ausreise gemeldet. Am Grenzübergang Heiligenkreuz betraf die Wartezeit nach Angaben des ARBÖ zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. In Kleinhaugsdorf mussten sich die Autofahrer rund 1 Stunde bei der Ausreise gedulden.

Rund 60 Kilometer Stau im benachbarten Ausland=

Auch in den Nachbarländern mussten sich die Autofahrer mit kilometerlangen Staus "herumschlagen". Besonders in Bayern war die Heimreise ein Geduldspiel. Auf der A8, Verbindung München-Salzburg wurden in Richtung bayrischer Metropole zwischen Bad Aibling und dem Kreuz München-Süd rund 30 Kilometer zäher Verkehr gemeldet. Zwischen Traunstein und Übersee waren es rund 12 Kilometer zähflüssiger Verkehr in Richtung München. In Richtung Süden kam es zwischen dem Knoten Inntaldreieck und Frasdorf ebenfalls auf rund 12 Kilometer zu "Stop-and Go-Verkehr".

In Italien sorgte die Urlauberkarawane in Richtung Süden, für mehrere Kilometer Stau zwischen Bozen/Süd u. Neumarkt sowie zwischen Carpi und Modena auf der A22, Brennerautobahn.

"Insgesamt erreichen die Staudimensionen trotz des Ferienendes in 4 deutschen Bundesländern, unter anderem der Haupststadt Berlin und Dänemark nicht ganz die Rekordwerte von vergangener Woche. Der Höhepunkt der Reisewelle in Richtung Süden dürfte bereits überschritten sein. Die Rückreisewelle wird erfahrungsgemäß noch bis in die Abendstunden andauern.", zieht Thomas Haider ein erstes Resümee.

(Forts. mögl.)

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