Gabmann: NÖ Technopol-Programm ist auf erfolgreichem Kurs

Niederösterreichs Wirtschaft profitiert von den zahlreichen Projekten an Technopolstandorten

St. Pölten (NÖI) - Neue Technologien und Entwicklungen sind angesichts des steigenden Konkurrenzdrucks von immer größer werdender Bedeutung und das "um und auf" für den wirtschaftlichen Erfolg. Aus diesem Grund hat das Land Niederösterreich einen besonderen Schwerpunkt auf Technologie gelegt und entsprechende Schritte eingeleitet. "Niederösterreich hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Technologie- und Wissenstransfers zwischen der Wissenschaft und Unternehmen gestartet, um seine Kompetenz als Technologiestandort weiter auszubauen", erklärt dazu Wirtschaftslandesrat Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann. Eines der prominentesten Projekte in dem Bereich ist das Technopol-Programm NÖ, das von ecoplus seit April 2004 an den drei Standorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt erfolgreich umgesetzt wird. Ziel des Programms ist es, anwendungsorientierte Forschung in erfolgreiche Entwicklungen mit niederösterreichischen Unternehmen überzuführen.

An den drei Technopolen arbeiten Einrichtungen aus Forschung & Entwicklung, Ausbildung sowie Unternehmen an einem Standort zusammen, wodurch gegenseitig Synergieeffekte genutzt werden. Krems konzentriert sich auf Biomedizin, Wiener Neustadt auf Mikrosystemtechnik, Elektrochemie, Tribologie, Medizintechnik und Sensorsysteme, und Tulln auf die Umwelt- und Agrarbiotechnologie. Insgesamt sind in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Niederösterreich rund 1100 Forscher tätig - davon etwa die Hälfte an den Technopolstandorten. Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann: "Von der Arbeit an den Technopolen profitieren nicht nur die Technopolstandorte selbst, sondern die Wirtschaft in ganz Niederösterreich. Durch die vielen Aktivitäten erhalten die Unternehmen Know-How, Inputs für neue Technologien und Problemlösungen. Und die erarbeiteten Technologiekompetenzen werden nach außen hin auf internationalen Messen und Kongressen vermarktet".

  • Am Technopol Krems produziert etwa die Ars Arthro Biotechnologie GmbH Gelenksknorpelersatz in speziellen Laboratorien. Damit wurde am LKH Krems vor kurzem der 500. Patient erfolgreich behandelt. Auf Basis der eigenen Zellen wird hochwertiger Gelenkknorpelersatz gezüchtet. Dadurch können die Patienten auf Teilprothesen verzichten. Und Forscher des Unternehmens Cell Danube arbeiten in Krems an einer Eigenzellimpfung gegen Krebs. Weiters produziert die Biotec Systems GmbH hochspezifische Filtersysteme für die Leberersatztherapie und die Fresenius Medical Care arbeitet an einer Produktionslinie für spezielle Blutreinigungsfilter.
  • Am Interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie in Tulln wurden im Rahmen eines EU-Großprojektes zwei innovative Schnelltests zum Schutz von Lebensmittel-Allergikern entwickelt. Die Tests werden in der Lebensmittelkontrolle eingesetzt. Außerdem startete dort kürzlich ein Projekt zur Produktveredelung mittels einer speziellen Wirbelschichtanlage.
  • Am Technopol Wiener Neustadt wurde ein Verbundprojekt gestartet, in dem Anwendungen für Mikro- und Nanotechnologien von der Verfahrensentwicklung bis zur industriellen Umsetzung den Unternehmen angeboten werden können. Und weiters konnte als großer Erfolg - neben den laufenden Forschungsaktivitäten - kürzlich das Krebs-Forschungszentrum MedAustron zur Bewilligung durch Bund und Land NÖ gebracht werden.

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