ARBÖ: Spitzenstaus haben zugenommen - Gorbach muss LKW stoppen

Stau-Halbzeitbilanz des ARBÖ zeigt 50-prozentige Zunahme der Megastaus

Wien (OTS) - Die Staus auf Österreichs Autobahnen haben sich heuer weiter verschlimmert. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Spitzenstaus in den ersten sechs Feriensamstagen gleich um 50 Prozent länger ausgefallen, ergibt eine ARBÖ-Halbzeitbilanz.

"Vor allem auf der A10, Tauernautobahn, hat die Dauer der Staus zugenommen", informiert Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. In Richtung Süden gab es heuer an allen sechs Samstagen Staus, in Richtung Norden schon jeden zweiten Samstag. Erst am vergangenen Samstag haben auf der A10 ein 20 Kilometer Stau bei der Blockabfertigung vor dem Tauern-Tunnel und vier Stunden Wartezeit für mediales Aufsehen gesorgt.

Die Ursache für die langen Staus ist rasch ausgemacht. Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen sowie Sattelschlepper und LKW mit Anhängern dürfen heuer (seit 2. Juli) auch während der reisestarken Sommerwochenenden zwischen 8.00 und 15.00 Uhr wieder unterwegs sein. Alle diese Schwerkraftfahrzeuge hätten bei einer Ferienreiseverordnung, wie sie noch im Vorjahr gegolten hatte, nicht fahren dürfen. Verkehrsminister Gorbach hatte entgegen allen Warnungen der ARBÖ-Verkehrsexperten heuer auf diese sinnvolle Entflechtung des PKW-Reiseverkehrs vom LKW-Verkehr verzichtet.

"Es sind deutlich mehr LKW unterwegs", weiß ARBÖ-Stauberater Markus Herrmann aus der Praxis zu berichten, der mit seinen sechs Kollegen mit den Motorrädern auf der A12 und A13 unterwegs ist, um die Stauopfer zu versorgen. Seinen Erfahrungen nach ist es heuer leider auch vermehrt zu Unfällen gekommen.

Auch die Sperre des Autobahnknotens Brunn am Gebirge vor zwei Wochen hat bewiesen, dass die Vermischung mit dem LKW-Verkehr zu extremen Belastungen des Sommerreiseverkehrs geführt hat.

Im Hinblick auf die kommenden Horror-Stauwochenenden fordert der ARBÖ Verkehrsminister Hubert Gorbach auf , mit Hilfe der ASFINAG (Go-Box) möglichst rasch die genaue Anzahl der LKW-Fahrten festzustellen und für die kommenden Stauwochenenden wenigstens dort mit Einzelverordnung Abhilfe zu schaffen, wo die Probleme am größten sind. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Das BMVIT reagiert nicht auf die Realität, obwohl eine Beobachtung der bisherigen Wochenenden zugesagt wurde"

Zu den vielen LKW kommen ja auch noch die Baustellen hinzu, die sich stauverlängernd auswirken. Ein Beispiel dafür ist die A2, Südautobahn, im Packabschnitt , wo es beinahe an jedem Wochenende zu kilometerlangen Staus vor den Tunnelportalen gekommen ist

Ein weiteres Beispiel findet sich im Westen: So war es im Vorjahr wegen einer Baustelle auf A13, der Brennerautobahn, in Richtung Süden (Höhe Innsbruck, Baustelle von Anfang Juli bis Ende September) nur an einem einzigen von sechs Samstagen zu einem Stau gekommen. Hingegen staute es sich heuer bei der Baustelle auf S16 der Arlbergerschnellstraße, bei Dalaas (seit 27 Juni 2005) gleich an fünf von sechs Samstagen. Der Unterschied: für die A 13 galt und gilt das erweiterte Wochenend-Fahrverbot für LKW, für die S 16 aber nicht.

(Forts. mögl.)

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