Brinek: Rechnungshof bestätigt bildungspolitische Linie Gehrers

Bildungsbudget auf hohem Niveau sichern und Qualität steigern ist richtiger Weg

Wien, 5. August 2005 (ÖVP-PK) "Der Rechnungshof bestätigt in seinem heute veröffentlichten Bericht über die Mitwirkung des BMBWK an der OECD-Studie 'Bildung auf einen Blick' die bildungspolitische Linie von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und der ÖVP", sagte ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek heute, Freitag. Es sei der richtige Weg, die Ressourcen auf hohem Niveau
zu sichern und gleichzeitig die Qualität weiterzuentwickeln. ****

Der Rechnungshof widerlegt in seinem Bericht gleich mehrere Kritikpunkte, die in den vergangenen Monaten von der Opposition häufig beklagt worden waren. So stellt er fest, dass die vom BMBWK und der Statistik Austria der OECD zur Verfügung gestellten Daten den Vorgaben entsprechen. Damit erweist sich die vom grünen Bildungssprecher Brosz wiederholt geäußerte Behauptung, der internationale Vergleich des österreichischen Bildungsbudgets sei nicht richtig, als haltlos. Der Rechnungshof weist sogar darauf
hin, dass die von Österreich der OECD gemeldeten Kosten eher zu niedrig angesetzt waren. "Als Fazit bleibt: Österreich investiert viel in Bildung, das geht aus dem internationalen Vergleich hervor und das ist gut so. Es ist eine wichtige Aufgabe der Bildungspolitik, dafür zu sorgen, dass das Budget für die Bildung auf hohem Niveau gesichert ist", erklärte Brinek.

Der Rechnungshof kommt auch zum Schluss, dass das zahlenmäßige Lehrer-Schüler-Verhältnis, die Klassengröße und die Zahl der Unterrichtsstunden der Schüler nicht für den Lernerfolg bzw. die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler ausschlaggebend sind. Österreich liegt zwar bei allen diesen Vergleichszahlen im internationalen Vergleich gut, und das soll auch so bleiben. Im Vordergrund muss jedoch weiterhin die Qualität des Unterrichts stehen, wie der Rechnungshof bestätigt.

Laut Rechnungshof geht aus dem internationalen OECD-Bericht hervor, dass stärkere individuelle Förderung, hohe Motivation, Forderung der Starken, Autonomie der Schulen sowie Vermeidung der Klassenwiederholungen wichtige Faktoren für die Qualität der Schule sind. Dem entsprechen die aktuellen bildungspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung, wie beispielsweise die Vorverlegung des Frühwarnsystems zur Vermeidung von Klassenwiederholung, die stärkere individuelle Förderung durch besseren Einsatz des Förderunterrichts und die Stärkung der Schulautonomie. Der Rechnungshof weist auch darauf hin, dass Schlüsselfaktoren für die Qualität des Bildungswesens Motivation, Fachwissen und pädagogische und didaktische Fähigkeiten der Lehrpersonen sind. Er sieht Reformen bei der Erstausbildung der Lehrer und bei der berufsbegleitenden Weiterbildung als notwendig an und unterstreicht damit die Bedeutung der Weiterentwicklung der pädagogischen Akademien zu Hochschulen für pädagogische Berufe. Dies belegen übrigens auch wissenschaftliche Studien.

"Der Rechnungshof hat eine sachliche Aufarbeitung der Beteiligung Österreichs an den OECD-Länderberichten und der für Österreich relevanten Ergebnisse geliefert. Nach dem Endbericht der Zukunftskommission, dem Fall der 2/3 Mehrheit und der Beschlussfassung über das erste Schulpaket gibt es damit ein weiteres Mal Rückenwind für die österreichischen Schulen, denn der Rechnungshofbericht zeigt, dass diese sich auf einem guten Weg befinden", so Brinek abschließend.

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