SJ NÖ veröffentlicht Dokumentation über Unterwanderungsversuch der "Black Metal Szene" mit Nazi-Musik

Wieland fordert Maßnahmen gegen Rechtsextremismus

St. Pölten (SPI) - Für 2. und 3. September plante das Korneuburger Black Metal Label "Ashen Prodctions" ein Konzert unter dem Namen "Dunkelheit-Festival" in Niederhollabrunn. Neben lokalen Black Metal Bands hätten dort auch rechtsextreme Formationen auftreten sollen. Nach öffentlicher Berichterstattung und einem Einschreiten der Behörden, wurde nun die Absage des Konzertes angekündigt. Sie Sozialistische Jugend NÖ (SJ NÖ) veröffentlicht nun eine Dokumentation über den rechtsextremen Unterwanderungsversuch der "Black Metal Szene".****

Diese Dokumentation wird nun auf der SJ NÖ Website www.sjnoe.at und der Antifaschismusplattform www.netzwerkGEGENrechts.at veröffentlicht. Die SJ NÖ will damit einen Beitrag leisten um für das Thema zu sensibilisieren.

Auszug aus der SJ NÖ Dokumentation: Bands wie die Ein-Personen Truppe "Nachtfalke" stehen für die Unterwanderung der Black Metal Musik mit rechen Inhalten. So nennt sich eine seiner CD´s "Hail Victory Teutonia" (übersetzt mit "Sieg Heil Teutonia") .Im Lied "Fallen Heroes" kommen die Textzeilen "Hold high our right hands (Unsere Rechte Hand hebend) Killing under the sun wheel (töten wir unter dem Sonnenrad)" vor.

Die österreichische Formation "Stormnatt" zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf ihrer Homepage das "Dunkelheit Festival" in Niederhollabrunn, mit dem Hinweis "next holocaust" ankündigt. Diese Anspielung ist aber nur eine weitere Draufgabe: ihr erstes Tape veröffentlichten "Stormnatt" auf dem schwedischen Label mit dem Namen "Total Holocaust Records".

"Es gibt eindeutige Belege, dass die "Black Metal Szene" von Seiten des rechtsextremen Lagers unterwandert werden soll. Die "Black Metal Szene" soll hier zur Verbreitung von rechtsextremen und neonazistischen Gedankengut missbraucht werden. Wir appellieren daher auch an die Fangemeinde, allen Verlegern und Veranstaltern der "Black Metal Szene" diesem rechtsextremen Vereinnahmungsversuche entschieden entgegenzutreten!", so Bernhard Wieland, Landesvorsitzender der SJ NÖ wörtlich.

Die Causa rund um das nun offenbar abgesagte Fest in Niederhollabrunn ist ein deutliches Alarmsignal und beweist, dass die rechtsextreme Szene auch in Niederösterreich hoch aktiv ist. Die SJ NÖ fordert daher einmal mehr auch die Ursachen von rechtsextremen und neonazistischen Untrieben nicht aus dem Auge zu verlieren:

"Die neonazistische Radikalisierung der betroffenen Jugendlichen basiert auch auf Missständen unserer Gesellschaft wie etwa der Rekordjugendarbeitslosigkeit, gegen die von Seiten der Bundespolitik nichts wirksames unternommen wird" so der Landesvorsitzende abschließend.(Schluss)

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