WWF bleibt dabei: Donauprojekt in Österreich gefährdet die gesamte Lebensader

Staatssekretär Kukacka beruhigt sein Gewissen, doch nicht den WWF

Wien (OTS) - Der Ausbau der Donau zwischen Wien und Bratislava gefährdet maßgeblich die letzten naturnahen Strecken der gesamten Donau. Denn mit dem Projekt in Österreich fällt der erste Dominostein in einer langen Kette von Ausbauprojekten an der Donau. Wieder einmal soll der Fluss der Schifffahrt angepasst werden. Immer tiefer und tiefer wird die Donau ausgebaut, anstatt entsprechende Geldmittel in die technische Innovation von Flussschiffen zu investieren. Hier in Österreich wird auf die Sensibilität der Flussstrecke Rücksicht genommen und im Rahmen des Vertiefungsprojektes zahlreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen geplant. Doch weiter östlich, in anderen Donauländern, wo es dafür keine Zusicherung gibt, verschwinden im Namen der Schifffahrt ganze Inselstrecken, sinken Grundwasserspiegel und trocknen Auen aus. Geht es nach Staatssekretär Kukacka, nimmt Österreich diese Verantwortung auf sich.

Dabei handelt es sich vorrangig um die letzten naturnahen und einzigartigen Donauabschnitte östlich von Wien in Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Auch eine Strecke in Deutschland ist von diesen Ausbauprojekten betroffen, wo bereits seit Jahren vehement gegen eine Vertiefung angekämpft wird.

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