SJÖ zu Hiroshima-Tag: Dem Krieg keinen Frieden!

Abrüsten statt aufrüsten! Österreich kann einen Anfang machen

Wien (OTS) - Morgen jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 60. Mal. Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) unterstützt die aus diesem Anlass morgen Samstag, den 6. August 2005, stattfindende Hiroshima-Gedenkveranstaltung. Diese beginnt um 17.00 Uhr auf dem Wiener Stephansplatz und wird um ca. 20.30 Uhr mit einem Laternenmarsch zum Teich vor der Karlskirche abgeschlossen.

Ludwig Dvorak, Vorsitzender der SJÖ, erinnert daran, dass vor 60 Jahren das erste und bis jetzt das einzige Mal in der Geschichte Hunderttausende in Hiroshima und Nagasaki dem Einsatz von Atomwaffen zum Opfer fielen. Für Dvorak ist dieser Tag auch Mahnung dafür, sich mit den Ursachen und Hintergründen von Aufrüstung und Krieg auseinanderzusetzen. "Seien es die Angriffskriege gegen Afghanistan, den Irak oder die Aufrüstungspolitik Europas, die mit der EU-Verfassung weiter angekurbelt werden soll, all das dient zur Sicherung der Profite der Herrschenden! Es geht dabei nur um die Absicherung von Ressourcen und Absatzmärkten oder die Kontrolle strategisch wichtiger Standorte und nicht die Menschenrechte, wie uns so oft weisgemacht wird", so Dvorak am Freitag.

Dvorak betont, dass gerade für Österreich nunmehr die einmalige Möglichkeit bestehe, in einer Welt der boomenden Rüstungsindustrie ein eindeutiges friedenspolitisches Signal für eine Welt ohne Armeen zu setzen: "Einer muss den Frieden beginnen, wie den Krieg, sagte Stefan Zweig. Für Österreich muss dies einerseits das unmissverständliche Bekenntnis zur Neutralität bedeuten. Andererseits müssen wir die Möglichkeit nutzen, ab- statt aufzurüsten. Das bedeutet auch die vollkommene Abschaffung des Bundesheeres."

Dvorak betont abschließend den Zusammenhang zwischen Sozialabbau und Aufrüstung: "Überall dort, wo Aufrüstung passiert, findet gleichzeitig Sozialabbau statt. Es ist kein Zufall, dass unsere Bundesregierung nicht müde wird zu betonen, dass wir sparen müssen, während sie gleichzeitig sündteure Kriegsflugzeuge anschafft, und österreichische SoldatInnen sich in Zukunft an 'battle groups' beteiligen sollen. Eine friedliche Welt ist erst dann möglich, wenn es eine gerechte Verteilung aller Güter gibt, wenn es keine AusbeuterInnen und keine Ausgebeuteten, keine Unterschiede zwischen Mann und Frau, Nord und Süd, Ost und West mehr gibt."

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