LR Ackerl: Nein zum Kombilohn - Wirtschaftstreibende statt Jammerer sind Schlüssel für Beschäftigung!

Wunschvorstellungen der Wirtschaft werden tagtäglicher bizarrer

Linz (OTS) - Der oberösterreichische Sozial-Landesrat Josef Ackerl erteilt der Forderung der Wirtschaft nach einem Kombilohn eine klare Absage. "Die Forderungen der Wirtschaft werden immer frecher!" so Ackerl. "Einerseits will sie durch ständige Steuersenkungen den finanziellen Spielraum der öffentlichen Hand einengen, andererseits aber fordert sie weitere Zuschüsse aus diesen Mitteln!" WK-Präsident Trauners Ansage, "Kombilohn und flexiblere Arbeitszeiten sind Schlüssel für zusätzliche Beschäftigung" hält Ackerl entgegen:
"Unternehmer, die sich ihre Gewinne noch mit Arbeit erwirtschaften wollen, sind der Schlüssel zu zusätzlicher Beschäftigung!"

Der Vorschlag der Wirtschaftsseite, allen voran Wirtschaftskammerpräsident Leitl und der oberösterreichische WK-Präsident Trauner, sieht vor, dass für Geringqualifizierte mit Niedriglöhnen ein Kombilohn eingeführt wird, bei dem die öffentliche Hand Aufzahlungen vornimmt. "Völlig kontraproduktiv, denn das Geld würde bei Qualifizierungsmaßnahmen fehlen, während wir den Wettlauf im Niedriglohnbereich ohnehin nie gewinnen können!" so Ackerl. "Die Wirtschaft soll gemeinsam mit uns mehr Anstrengungen unternehmen, durch Innovation, Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung mehr Arbeitsplätze für besser qualifizierte Arbeitskräfte zu schaffen!"

Besonders kritisiert Ackerl die Unverfrorenheit, mit der Wirtschaftsvertreter immer wieder fast zeitgleich weniger Steuereinnahmen für den Staat und gleichzeitig mehr öffentliche Förderungen für Unternehmen fordern. "Wie soll diese Rechnung aufgehen? Etwa wie jene, dass Jahr für Jahr die Gewinne der Unternehmen und die Gehälter der Manager ins Astronomische steigen, während die Löhne und Unternehmenssteuern sinken?" fragt Ackerl. "Wo sind die Wirtschaftstreibenden, die noch den Anspruch haben, sich ihre Gewinne und Gehälter zu erwirtschaften, anstatt sie sich auf der Kostenseite durch Steuersenkungen und Lohndumping zu ersparen?"

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