RSO Wien im August beim KlangBogen, Carinthischen Sommer und den Salzburger Festspielen

Wien (OTS) - Im August agiert das RSO Wien als Festspielorchester:
KlangBogen Wien, Carinthischer Sommer, Salzburger Festspiele heißen die Schauplätze der unterschiedlichen Projekte, der musikalische Bogen erstreckt sich von der Urfassung von Beethovens "Fidelio" bis zur Uraufführung von Claus-Steffen Mahnkopfs "Prospero’s Epiloque".

Im August tritt das RSO im Rahmen des KlangBogen wieder als Opernorchester im Theater an der Wien auf: Auf dem Programm steht "Fidelio" in der 1805 uraufgeführten Urfassung. Premiere ist heute, Freitag, 5. August, weitere Vorstellungen sind am 9., 11., 16. und 18. August zu sehen. U.a. wirken Camilla Nylund, Kurt Streit, Peter Rose, Gerd Grochowski, Brigitte Geller, Dietmar Kerschbaum, Ralf Lukas und der Arnold Schönberg Chor mit, Dirigent ist Bertrand de Billy. Der Mitschnitt der Premiere ist in Ö1 am 13.8. ab 19.30 Uhr zu hören.

Diese Urfassung des "Fidelio", aufgeführt unter dem Titel "Fidelio oder: Die eheliche Liebe" - der Titel "Leonore" hat sich erst später für die frühen Versionen des "Fidelio" eingebürgert - war ein Misserfolg für Ludwig van Beethoven. Die Rezensenten konnten wenig mit dem Werk anfangen, doch noch schlimmer - das Publikum blieb aus, was aber nicht verwundert, befand sich doch Wien anno 1805 nach der Einnahme durch Napoleon im Belagerungszustand. Doch auch der Komponist selbst war mit seinem Werk nicht zufrieden und überarbeitete es. Diese revidierte Fassung ging im März 1806 über die Bühne und hatte großen Erfolg. Die Urfassung des "Fidelio" steht mehr in der Tradition von Mozart, viele Passagen sind ausführlicher und weit umfangreicher musikalisch formuliert. Den größten Unterschied aber sieht RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy in der Behandlung der Singstimmen - man braucht für diese Urfassung lyrischere und wendigere Stimmen als für die heroisch konzentrierte Letztfassung. Das Festival KlangBogen bietet nun die Möglichkeit, einen Blick in die Werkstatt des Komponisten zu werfen und einen "anderen" Fidelio kennenzulernen.

Am 13. August (Beginn: 20.00 Uhr) gastiert das RSO Wien beim Carinthischen Sommer mit einem sehr österreichischen Programm:
"Symphonischer Triglyph nach Franz Schubert" des niederösterreichischen, 1992 verstorbenen Komponisten Theodor Berger, Franz Schuberts große C-Dur-Symphonie und das Konzert für Violine und Orchester von Alban Berg mit dem jungen österreichischen Geiger Benjamin Schmid. "Dem Andenken eines Engels" ist dieses Werk geweiht. Im April 1935 starb im Alter von 18 Jahren Manon Gropius, die Tochter Alma Mahler-Werfels und des Architekten Walter Gropius. Alban Berg schrieb in einem Brief an Alma Mahler: "... mag Dir ... das erklingen, was ich fühle und wofür ich heute keinen Ausdruck finde." Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am 19. August ab 19.30 Uhr.

Zwei sehr unterschiedliche Programme spielt das RSO bei den Salzburger Festspielen: Am 20. August (Beginn: 20.00 Uhr) sind im Rahmen der "Salzburg Passagen" Werke von Karlheinz Stockhausen, Giacinto Scelsi und Claus-Steffen Mahnkopf, drei wichtigen Exponenten zeitgenössischer Musik, zu hören. Am Pult steht Johannes Kalitzke. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am 25. August ab 23.05 Uhr im Rahmen der "Langen Nacht der Neuen Musik". Eine Woche später - 27. August, Beginn: 20.00 Uhr - gibt das RSO unter Bertrand de Billy zwei Werke von Franz Schreker und die "Turangalila-Symphonie" von Olivier Messiaen. "Turangalila" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet "Gesang der Liebe" oder auch "Hymne an die Freude", zwei Begriffe, die in Messiaens Gedankenwelt eng miteinander verbunden sind. Die Aufführung ist in Ö1 am 2. September ab 19.30 Uhr zu hören. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter:
http://rso-wien.ORF.at (ih)

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