Benzin- und Dieselpreise stoßen auf wenig Verständnis

36 Prozent der Befragen reduzieren Ihre privaten Autofahrten

Wiener Neudorf (OTS) - "Die Benzin- und Dieselpreise sind entschieden zu hoch", zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com. 83 Prozent der web-aktiven Bevölkerung empfinden die aktuellen Spritpreise "deutlich jenseits der Schmerzgrenze". Für rund ein Drittel der Befragten ist das Grund genug, die privaten Autofahrten zu reduzieren. 43 Prozent können sich unabhängig von den Kosten ein Leben ohne Auto auf keinen Fall vorstellen. Die Unternehmenspolitik der Mineralölfirmen wird hauptsächlich für diese Entwicklung verantwortlich gemacht.

Egal ob Viel- oder Wenigfahrer, Männer oder Frauen, egal ob jung oder alt, die Treibstoffpreise stoßen auf nur wenig Verständnis. Für 82,9 Prozent der Befragten sind die Benzin- und Dieselpreise "deutlich zu hoch", weitere 14,8 Prozent bewerten die Spritpreise mit "eher zu hoch", so das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage unter 1.706 Autofahrern.

Die zukünftige Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise wird laut Meinung der Befragten dem derzeitigen Trend folgen. 79,3 Prozent gehen davon aus, dass die Spritpreise im nächsten Halbjahr weiter ansteigen werden. Konkret erwarten 37,4 Prozent der Respondenten einen deutlichen Anstieg, 41,9 Prozent gehen von einer moderaten Erhöhung aus.

Als primäre Ursache für die hohen Benzin- und Dieselpreise wird die Unternehmenspolitik der Mineralölfirmen gesehen. 90,5 Prozent der Respondenten machen die Gewinnorientierung der Ölkonzerne für die jetzigen Preisniveaus verantwortlich, während 83,3 Prozent in Steuern, Gebühren und Abgaben den Grund für die hohen Treibstoffpreise sehen. Für 75,1 Prozent ist der zunehmende Erdölbedarf der Industrieländer ausschlaggebend. Weiters werden das Angebot und die Nachfrage auf den Ölmärkten (68,1 %), die OPEC-Fördermengen (63,0 %) und die unsichere politische Weltlage (61,3 %) für die hohen Spritpreise verantwortlich gemacht.

Ein beachtlicher Anteil der Befragten ändert trotz der hohen Benzin- und Dieselpreise Ihre Fahrgewohnheiten nicht. 63,4 Prozent fahren genauso viel bzw. wenig wie früher. Lediglich 25,8 Prozent verzichten ab und zu auf das Auto und fahren "eher weniger", 10,2 Prozent fahren "deutlich weniger" als früher. Vor allem wenn für die Kfz-Kosten ein Unternehmen aufkommt wird auf die zurückgelegten Kilometer kaum Rücksicht genommen. 88,1 Prozent der Befragten, bei welchen die Firma zur Gänze die Spritkosten übernimmt, signalisieren keinerlei Änderung im Fahrverhalten. Ebenso reagieren "Vielfahrer" wenig sensibel auf die Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise. 81,2 der Umfrageteilnehmer, die mehr als 30.000 km pro Jahr zurücklegen, benutzen das Auto genauso häufig wie früher, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Gefragt nach der Schmerzgrenze für einen Liter Benzin bzw. Diesel, gaben 43,3 Prozent der Befragten aus dem Marketagent.com Online Access Panel an, keinesfalls auf das Auto verzichten zu können bzw. zu wollen - und zwar unabhängig vom aktuellen Treibstoff-Preisniveau. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bereitschaft das Auto stehen zu lassen bzw. dieses weniger zu benützen kontinuierlich ab. Während 23,8 Prozent der 17-19 Jährigen das Auto auf jeden Fall benötigen, ist ein Auto für 49,9 Prozent der 50-59 Jährigen unerlässlich.

Bereits bei der Anschaffung eines Autos spielt der Treibstoffverbrauch eine wichtige Rolle. Für 60,8 Prozent der Respondenten ist der Treibstoffverbrauch ein "sehr wichtiger" Aspekt bei der Kaufentscheidung. Vor allem Frauen achten beim Kauf eines Autos auf den Treibstoffverbrauch (Frauen: 65,3 Prozent, Männer: 55,8 Prozent). Getopt wird dieser Wert nur durch das Preis-/Leistungsverhältnis (69,8 Prozent). An der dritten Stelle rangiert mit 46,7 Prozent die Sicherheit eines Fahrzeuges.

Grafiken und Tabellen können unter t.schwabl@marketagent.com oder 02236 - 205 886 angefordert werden.

Studien-Steckbrief:

  • Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI), Online- Befragung
  • Respondenten: Mitglieder des Marketagent.com Online Access Panels
  • Panel-Size: > 76.700 Mitglieder (plus 50 pro Tag)
  • Sample-Größe: n = 1.706 Netto-Interviews in der Kernzielgruppe "Autofahrer"
  • Feld: 05.07 bis 08.07.2005
  • Grundgesamtheit: web-aktive Österreicher zwischen 17 und 59 Jahren
  • Incentives: Gewinnspiel-Teilnahme und geldwerte Bonuspunkte
  • Studienleitung: Mag. Thomas Schwabl, Marketagent.com
  • Kontakt: t.schwabl@marketagent.com

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