GPA fordert rasche Erhöhung des Kilometergeldes

Durch vorenthaltenes Kilometergeld gehen 100 Millionen Euro Kaufkraft verloren

Wien (GPA/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) fordert eine rasche Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes und betont insbesondere die volkswirtschaftliche Notwendigkeit dieser Maßnahme:
Ausgehend von dem für Juli '05 zu erwartenden PKW-Index wäre eine Anhebung von 0,36 auf 0,45 Euro erforderlich. Die vorenthaltene Differenz ergibt selbst bei einer eher niedrig geschätzten Jahreskilometerzahl von 10.000 km für Dienstreisen mit beruflich genutzten Privat-PKW durch rund 100.000 Beschäftigte einen Fehlbetrag von 100 Millionen Euro. Dieses Geld fehlt in den Haushalten der ArbeitnehmerInnen und es fehlt der Wirtschaft. In Zeiten stagnierender Massenkaufkraft und von Rekordarbeitslosigkeit ist dies nicht länger zu akzeptieren, so die GPA.++++

Für work@external, die GPA-Interessengemeinschaft aller außerhalb des Betriebes tätigen ArbeitnehmerInnen unabhängig von Beruf und Branche, steht fest, dass weder Regierung noch Arbeitgeber an einer Erhöhung des Kilometergeldes vorbeikommen können. IG-Bundesauschussvorsitzender Gerhard Prochaska macht klar: "Wir wollen nicht länger draufzahlen. Eine volle Abdeckung unserer Kosten muss selbstverständlich sein."

Dass die Forderung der GPA eine klare Mehrheit in der Bevölkerung hat, zeigt auch eine laufende Initiative auf der GPA-Homepage: Mit über 1500 von hier aus verschickten Protestmails wurden Bundeskanzler Schüssel, Finanzminister Grasser und Staatssekretär Finz aufgefordert, im Interesse der Wirtschaft die längst überfällige Anpassung vorzunehmen und die ungerechte Behandlung jener Angestellten, die ihren privaten PKW auch für dienstliche Fahrten verwenden, zu beseitigen. In einer Standardantwort an alle AbsenderInnen bekräftigt der Finanzminister seine ablehnende Haltung und behauptet fälschlicherweise, es gehe beim Kilometergeld nur um eine 'Zusatzförderung'. Damit widerspricht er dem bisherigen Prinzip, das das Kilometergeld als pauschalierte Aufwandsentschädigung zur vollen Abdeckung des tatsächlichen Aufwandes definiert. Zu einfach macht es sich der Finanzminister auch mit seiner Erklärung, wonach das österreichische Kilometergeld im europäischen Vergleich einen Spitzenwert einnehme. Der ÖAMTC bezeichnet einen solchen Vergleich aufgrund unterschiedlichster Autokosten als schwer durchführbar, so der abschließende Hinweis der GPA.

Unter http://www.gpa.at/kilometergeld kann die GPA-Initiative unterstützt werden.

ÖGB, 5. August
2005 Nr. 476

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