Neues Volksblatt: "Schweigen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. August 2005

Linz (OTS) - Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Bank Burgenland und der Voest? Dort wie da gibt beziehungsweise gab es eine öffentliche Eigentümerschaft, dort wie da gab oder gibt es den Rückzug der öffentlichen Hand. Doch es gibt einen Unterschied:
Während die Wirtschaftsexperten der Sozialdemokraten beim Verkauf der ÖIAG-Anteile an der Voest den Untergang des Abendlandes heraufbeschworen (und angesichts der Entwicklung des Unternehmens bald als die Blamierten da standen), finden sie am Verkauf der Bank Burgenland nichts zu kritisieren. Aber da ist die SPÖ ja auch Einfädler.
Dafür musste gestern der SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser an anderer Stelle seine Stimme erheben. Er äußerte sich zum Telering-Deal ("Drohender Diebstahl von Geld aus den Taschen der Kunden") und warf - welch ein Humbug - gleichzeitig der Bundesregierung vor, zu schweigen. Dabei hätte Moser auch zur Bank Burgenland viel einfallen können. Etwa die Parallele zur Voest: Dort wie da nämlich waren unter sozialistischer (Wirtschafts-)Patronanz Millionen, ja Milliarden versenkt worden. Doch darüber schweigt man in der SPÖ.

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