Weitere Offensive für den Kärntner Arbeitsmarkt

LH Haider und LHStv. Ambrozy präsentierten kurz- und mittelfristige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Kärnten - Regierungsmitglieder übernehmen "Lehrlings-Patenschaft"

Klagenfurt (LPD) - Die aktuelle Lage am Kärntner Arbeitsmarkt bzw. arbeitsmarktpolitische und beschäftigungsspezifische Maßnahmen für Kärnten präsentierten heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg Haider und Landeshauptmannstellvertreter Peter Ambrozy im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Einhelliger Tenor beider: Mit gezielten Maßnahmen im Land und einer Steuerreform seitens der Bundesregie-rung könne die positive Entwicklung am Kärntner Arbeitsmarkt fortgesetzt werden.

"Wir haben mit AMS-Chef Josef Sibitz die keineswegs erfreuliche Juli-Entwicklung analysiert, nur darf man die gute Entwicklung der ersten sechs Monate nicht außer Acht lassen", sagte der Wirtschaftsreferent und belegte dies mit Zahlen. Im ersten Halbjahr 2005 habe es in Kärnten im Vergleich zum Vorjahr um 2.155 Arbeitsplätze mehr gegeben, was einen Beschäftigungszuwachs von 2 Prozent bedeute, so Haider. Die Jugendarbeitslosigkeit sei um 2,5 Prozent gesunken während sie Österreichweit um 3,5 Prozent stieg. Auch der Lehrstellenmarkt sei in Kärnten ausgeglichen.

Mittels einer Reihe von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen soll die positive wirtschaftliche Entwicklung im Land weiter fortgesetzt werden. Haider kündigte an, dass alle sieben Regierungsmitglieder die Paten-schaft für jeweils 50 Lehrlinge übernehmen werden. Damit verbunden sei die Verpflichtung diesen 50 Jugendlichen eine Lehrstelle zu verschaffen. Laut dem Wirtschaftsreferenten sei auch an eine weitere Lehrplatzoffensive ebenso gedacht wie an den Ausbau der Lehrwerkstätten. Mit einem Auftragsvolumen von 135 Millionen Euro würden bei den Baumaßnahmen auf der Tauernautobahn 500 Ganzjahresarbeitsplätze geschaffen.

Bei öffentlichen Aufträgen werde man zukünftig jene Firmen begünstigen, die Lehrlinge ausbilden bzw. Arbeitnehmer über 50 Jahre aufnehmen, gab Haider bekannt. Zusätzliche 625 Arbeitsplätze sollen im nächsten Jahr durch das Sonderwohnbauprogramm geschaffen werden. Haider kündigte auch eine Initiative für Schul- und Ausbildungsabbrecher an, die nicht auf Schulungen sondern auf einen Schul- bzw. Lehrabschluss hinzielen sollte. "Die Bundesregierung hat bereits am 1. Mai Maßnahmen angekündigt, bis jetzt ist nichts passiert", so Haider. Außerdem werde er mit Firmen, die Förderungen beziehen, Gespräche führen, künftig mehr Lehrplätze bereitzustellen.

"Die Situation, insbesondere bei den Frauen, den Jugendlichen und im Handel ist keinesfalls schönzureden, daher müssen wir auf Grund der Fakten Signale setzen", sagte LHStv. Ambrozy. Es seien seitens der Koalition bereits viele Maßnahmen gesetzt worden, die eine nachhaltige Beschäftigung in Kärnten sicherstellen werden. Ambrozy nannte dabei die Bauvorhaben im Hochbau, die im heurigen Jahr allein im Krankenanstaltenbereich für den Bau von vier Kliniken 80 Millionen Euro ausmachen. Für die Kärntner Gemeinden stünden aus Sonderbedarfszuweisungen, Bedarfszuweisungen, dem Regional- und Wasserwirtschaftsfonds 130 Millionen Euro zur Verfügung. Ambrozy kündigte ein Sonderprogramm für Jugendliche im Herbst an, das gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice ausgearbeitet werden soll.

Einig waren sich Haider und Ambrozy über die Forderung nach einer weiteren Steuerreform, die letztendlich die Kaufkraft erhöhen würde. Das Potential für eine Senkung sei vorhanden, da der Finanzminister im heurigen Jahr bereits 800 Millionen Euro mehr eingenommen habe, so Haider.
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