Moser zu Telering-Verkauf: "Drohender Diebstahl von Geld aus den Taschen der Kunden"

Für SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser ist der geplante Verkauf des Mobiltelefon-Anbieters Telering sehr bedenklich. Moser: "Das ist letztlich ein drohender Diebstahl von Geld aus den Taschen der Kunden. Die Kunden werden durch den abnehmenden Wettbewerb künftig mehr für das mobil-telefonieren bezahlen müssen als bisher. Wenn Telefonieren teurer wird, wird ihnen wie aufgrund des ständig steigenden Benzinpreises noch einmal weniger Geld im Geldbörsel bleiben." ****

Dadurch werde das Wirtschaftswachstum weiter schwach bleiben. Moser:
"Die Wirtschaftspolitik der Regierung Schüssel begünstigt nur die Reichen und Superreichen. Damit die Wirtschaft wieder auf Touren kommt, braucht die Masse der Österreicher wieder mehr Geld im Geldbörsel. Wenn sich die Österreicher mehr leisten können, wird mehr konsumiert und dann wächst die Wirtschaft wieder. Alles andere sind nette Ablenkungs- und Beschwichtigungsmanöver des Bundeskanzlers."

Im Zusammenhang mit dem Telering-Deal fordert Moser die Bundeswettbewerbsbehörde und den Kartellanwalt auf, den Deal schon im Vorfeld kritisch unter die Lupe zu nehmen, damit es hier nicht zu einem Marktmachtmissbrauch komme. Moser: "Die SPÖ ist die Hüterin des Wettbewerbs. Und es muss hier für ausreichenden Wettbewerb gesorgt werden." Denn weniger Wettbewerb bedeutet: die Preise steigen, die Qualität sinkt und die Produktvielfalt wird reduziert. Als Konsequenz daraus sinke die Innovationsfähigkeit, und das Wirtschaftswachstum geht zurück. Moser: "Die Bundesregierung, die sich freiem und fairem Wettbewerb spricht, ist untergetaucht und schweigt zu diesem Thema."

Kritisch sieht Moser auch den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen. Als Indiz für die bevorstehende Liquidierung von Telering, den Arbeitsplätzen und der sinkenden Aufträgen für die Telekom-Industrie sieht Moser den ausschließlichen Marktkauf. Beleg dafür, dass es sich bei dem Verkauf bloß um einen Marktkauf handle, ist der strategische Kaufpreis. Dieser ist mit 1,3 Milliarden Euro viermal so hoch wie der tatsächliche Unternehmenswert, so Moser abschließend. (Schluss) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010