Weinzinger: Regierung trotz alarmierender Frauenarbeitslosigkeit untätig

Wiedereinstiegsförderung und echte Qualifizierung nötig statt Rezepten aus der Mottenkiste

Wien (OTS) - Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, bezeichnet den Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit um 6,3% von Juli 2004 auf Juli 2005 als alarmierend. Der langfristige Trend seit Antritt der schwarz-blau-orangen Regierung werde bestätigt - zwischen 2000 und 2004 stieg die Frauenarbeitslosigkeit um 19,4%.

Bartensteins Vorschlag eines Kombilohnes bringe für Frauen nichts, diese Maßnahme beinhalte keinerlei strukturelle Veränderungen und zeige höchstens kurzfristige Wirkungen. Frauen würden damit ausschließlich im Niedriglohnbereich Jobs finden, nur hier besteht ein Anreiz zur Anstellung.

Notwendig seien, so Weinzinger weiter, echte Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen. "Das AMS hat bestätigt, dass fast 80% aller Arbeitslosen entweder keinen oder ausschließlich Pflichtschul- bzw. Lehrabschluss haben". Weinzinger fordert substantielle Qualifizierungsmaßnahmen im Gegensatz zu den "AMS-Schnellsiedekursen, in denen arbeitslose Frauen derzeit häufig zwischengeparkt werden".

Zweiter Knackpunkt sei das Kinderbetreuungsgeld. "Hier hat die Regierung in arbeitsmarktpolitischer Hinsicht erwiesenermaßen negative Anreize gesetzt", so Weinzinger. Sie fordert eine Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes sowie eine Abschaffung der Zuverdienstgrenze.

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