Familienhospizkarenz: ÖGB-Frauen fordern Karenzgeld

Begleitung schwerstkranker Familienangehöriger darf nicht am Geld scheitern

Wien (ÖGB) - "Die Familienhospizkarenz muss endlich mit einem Karenzgeld abgesichert werden. Es geht nicht an, dass sich ArbeitnehmerInnen, die sich zur Begleitung eines sterbenden Angehörigen bzw. eines schwer kranken Kindes Karenz nehmen wollen, damit herumschlagen müssen, ob sie nun eventuell eine finanzielle Unterstützung aus dem Familienhärteausgleichsfonds erhalten oder nicht", sagt ÖGB-Frauensekretärin Sylvia Ledwinka. Die von Sozialministerin Haubner angedachte Erhöhung des Richtsatzes für die Gewährung einer Beihilfe aus dem Härteausgleichsfonds reicht den ÖGB-Frauen nicht aus.++++

Bereits vor Einführung der Familienhospizkarenz haben die ÖGB-Frauen eine finanzielle Absicherung für die Schwerstkrankenbegleitung gefordert. "Uns war schon damals klar, dass sich viele Familien ohne finanzielle Absicherung eine Begleitung ihrer schwerstkranken Angehörigen nicht leisten können. Die Daten über die Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz bestätigen unsere Bedenken", sagt Ledwinka. Die Familienhospizkarenz wurde in den drei Jahren ihres Bestehens nur von 1.160 Personen in Anspruch genommen. "Es ist schade, dass die Regierung trotz der Zahlen, die nun vorliegen, nicht zu einer generellen Absicherung der ArbeitnehmerInnen in einer derartigen Ausnahmesituation bereit ist", meint Ledwinka. Die ÖGB-Frauen fordern ein - vom vorhergehenden Einkommen abhängiges - Karenzgeld bei Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz.

ÖGB, 3. August
2005
Nr. 473

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