OÖ: Frauenarbeitslosigkeit in fünf Jahren um 35,8 % gestiegen

SP-Haider: Nur Ausbildungsoffensive bringt mehr Jobchancen

Linz (OTS) - 15.366 oö. Frauen waren im Juli arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulung, das sind um 6,9 % mehr als im Juli des Vorjahres, zeigt LH-Stv. Erich Haider einen weiteren unerfreulichen Aspekt der Arbeitslosenstatistik vom Juli auf. "Das zeigt schwarz auf weiß, dass Frauen nach wie vor zu den großen Verlierern gehören und dass ein rascher Arbeitsmarktgipfel unbedingt notwendig ist", drängt der SPÖ-Landeschef auf langfristig wirksame Strategien gegen die Arbeitslosigkeit. Insgesamt sind heute 35,8% mehr Frauen arbeitslos oder befinden sich in Schulung als noch vor fünf Jahren.

"Frauen haben von Haus aus die schlechteren Karten am Arbeitsmarkt, sie verdienen weniger, stoßen schnell an die gläserne Decke, werden mit dem Kindergeld vom Arbeitsmarkt gedrängt, durch Zuverdienstgrenzen behindert, wenn sie auch in der Karenz beruflich am Ball bleiben wollen und werden durch mangelhafte Kinderbetreuungseinrichtungen letztendlich in Beschäftigungsverhältnisse gedrängt, die sie beruflich ins Out befördern", betont Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ. So ist in Oberösterreich die Zahl der geringfügig beschäftigten Frauen in den letzten sieben Jahren um 26,7% gestiegen. Geringfügige Beschäftigung bedeutet aber auch geringes Einkommen und erhöht das Armutsrisiko. Und obwohl immer mehr Frauen berufstätig sind, können sie davon nicht leben.

"Die von der SPÖ initiierte Schaffung einer Arbeitsstiftung für Frauen, die jetzt vom Land und dem AMS aufgegriffen wurde, ist ein erster wichtiger Schritt zu einer Ausbildungsoffensive für arbeitslose Frauen, die ihnen neue Jobchancen eröffnet", betont Erich Haider.

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