Gemeinsame Schwerpunktsetzung durch Kleinregionale Rahmenkonzepte

Gabmann: Entwicklungsvorstellungen der Gemeinden werden optimal aufeinander abgestimmt

St. Pölten (NÖI) - "Mittels eines Kleinregionalen Rahmenkonzepts stimmen Gemeinden einer Kleinregion ihre Entwicklungsvorstellungen aufeinander ab. Ziel ist die Optimierung der Raumstruktur unter Berücksichtigung der spezifischen Standortqualitäten und der naturräumlichen, wirtschaftlichen Potentiale einer Kleinregion. Dadurch sollen die richtigen Schwerpunkte für die künftige Entwicklung gesetzt werden", betont Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann.
Das gemeinsame Leitbild wird in einem zweiten Schritt im Zuge der örtlichen Raumordnung umgesetzt. Durch die direkte Bezugnahme auf die örtlichen Entwicklungskonzepte ergibt sich ein Planungshorizont von 10 Jahren.

Kleinregionale Rahmenkonzepte werden seit dem Jahr 2002/2003 erstellt. Mittlerweile haben sich die Regionen Land um Laa, Tullnerfeld West, Pielachtal, Raum Krems, Marchfeld, Bucklige Welt und Zukunftsraum Thayaland der Idee des neuen Planungsinstruments angeschlossen, weitere sind bereits in Vorbereitung:

Im Marchfeld/Weinviertel wollen sich 23 Gemeinden durch die Lage zwischen Wien und Pressburg positionieren. Freihaltezonen für landwirtschaftliche Nutzungen, für Bahntrassen, eine Grünspange zur Sicherung eines landwirtschaftlichen Grundgerüsts, sowie die Steuerung der künftigen Siedlungsentwicklung im Marchfeld sind wesentliche Inhalte des Konzeptes.
Die Bucklige Welt/Industrieviertel setzt auf Themen wie gemeinsame Standortentwicklung, die Sicherung von Eignungszonen und regional notwendige Infrastrukturprojekte. Auslöser ist das Ziel, die mit der Therme Linsberg verbundenen Chancen für die gesamte Region nutzbar zu machen und Nutzungskonflikte durch rechtzeitige Abstimmung der Gemeinden zu verhindern.
Im Raum Krems/NÖ-Mitte gelingt es erstmals eine Stadt-Umland-Kooperation mit wirtschaftlichem Schwerpunkt zu formieren. Kooperation statt Konkurrenz ist das Motto für die Zusammenarbeit. Die Potentiale im Raum Krems, besonders im wirtschaftlichen Bereich, werden analysiert. Die Ergebnisse werden zu einem Gesamtstandortprofil des Raums Krems verdichtet.
Die Gemeinden des "Zukunftsraum Thayaland"/Waldviertel stehen großen Herausforderungen gegenüber, wie etwa der Abwanderung von Betrieben und EinwohnerInnen. "Zukunftsraum Thayaland" soll daher ein Synonym für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort sein. Gezieltes Standortmarketing und die Errichtung eines Hotels sind nur einige der geplanten gemeinsamen Projekte.
In der Kleinregion Kleines Erlauftal/Mostviertel laufen derzeit die Vorbereitungsgespräche für ein Rahmenkonzept. Die Schwerpunkte liegen bei einem interkommunalen Betriebsgebiet, Verkehrslösungen und gemeinsamen Entwicklungen im Bereich Kultur und Sport. Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann: "Rahmenkonzepte eröffnen den Kleinregionen zusätzliche Vorteile durch gemeinsame Planungsvorhaben".

Gefördert werden die Konzepte mit 5.000 - pro Gemeinde. Der etwa einjährige Entwicklungsprozess wird vom zuständigen Regionalmanagement, den KleinregionsbetreuerInnen, der fördernden Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik im Land NÖ sowie von beauftragten Planungsteams begleitet.

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