DieMucha deckt auf: Neuer Apotheken-Skandal! Pharmazeuten verkaufen Viagra ohne Rezept

Wien (OTS) - + Profit geht vor Gesundheit
+ Jede dritte getestete Apotheke verzichtete auf Rezept
+ Mangelhafte Beratung
+ Keine Aufklärung über Neben- und Wechselwirkungen sowie die richtige Dosierung
+ Arztbesuch wird nicht empfohlen

~

DieMucha ist überall! Jetzt ließ Österreichs bekannteste Konsumentenschützerin zum dritten Mal heimische Apotheken überprüfen. Die anonymen Tester kontrollierten, ob Pharmazeuten die verschreibungspflichtige "Potenzpille" Viagra auch ohne das dafür notwendige Rezept verkaufen.

Skandalöses Ergebnis: Wenn es um den Umsatz geht, spielt die Gesundheit der Kunden für so manchen Arzneihändler offensichtlich nur eine Nebenrolle.

DieMucha schickte ihre Tester für die aktuelle Ausgabe des Magazins Signora in 18 Apotheken, in sieben davon war das Medikament problemlos zu bekommen. Nur in einer Apotheke wurde vor dem Aushändigen der Packung eine Kurzbefragung zum Gesundheitszustand des Testkäufers durchgeführt. Die übrigen Apotheker verzichteten darauf. Auch über die zum Teil lebensbedrohlichen Wechselwirkungen mit anderen Substanzen wurde kein Wort verloren.

"Die Vorgangsweise ist unglaublich. Hier wurde wissentlich das Gesetz gebrochen und die Gesundheit der Kunden gefährdet. Diese schwarzen Schafe schaden ihren seriösen Kollegen und dem Image der Apotheken", so Verlegerin Barbara Mucha.

Besonders bedenklich: Vor der Einnahme des Medikamentes muss ein Arzt konsultiert werden. Erst nach Abklärung des Gesundheitszustandes durch einen qualifizierten Mediziner entscheidet dieser, ob und in welcher Dosierung Viagra eingenommen werden darf. Das sollten auch die Apotheker wissen, doch auf einen entsprechenden Hinweis warteten die Tester in sechs Apotheken vergeblich.

Profit-Denken: Rund 50 Euro sind für vier Mini-Tabletten zu je 25 mg zu berappen - ein stolzer Preis, an dem auch die Apotheker gut verdienen.

Resümee von Konsumentschützerin Barbara Mucha: "Die Verantwortlichen müssen endlich handeln. Was wir hier erlebt haben, ist in keiner Weise zu rechtfertigen. Wenn die Gesundheit von Menschen bewusst riskiert wird, muss es Konsequenzen geben."

Bereits im Vorjahr überprüfte DieMucha 40 heimische Apotheken. Auch damals waren die Ergebnisse erschreckend.

Im Oktober 2004 gaben Tester vor, unter schweren Depressionen zu leiden. Ohne Empfehlung eines Arztbesuches und Beratung, wanderten in 11 von 20 Apotheken Antidepressions-Mittel über den Ladentisch (Signora Nr. 3/04). Wenige Wochen später wurde in acht von zwanzig Apotheken Aspirin zur Behandlung eines erkälteten Zweijährigen an die Tester verkauft (BabyExpress Nr. 4/04). Auch in diesem Fall hätten die Pharmazeuten wissen müssen, wie gefährlich das Medikament für die Kleinsten sein kann und dass man es erst Kindern ab drei Jahren -nach ärztlicher Rücksprache - geben darf.

Signora und Baby-Express/Familienwelt sind Publikationen aus dem Hause Barbara Mucha Media.

Weitere Informationen erhalten Sie von Barbara Mucha unter 01/585 10 67 bzw. per e-mail unter barbara@diemucha.at

Bestellen Sie Ihr kostenloses Presse-Exemplar unter babyexpress@diemucha.at bzw. signora@diemucha.at.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Barbara Mucha Media GmbH
Mariahilfer Straße 89a, 1060 Wien
Tel.: 01/58040-0
Fax.: 01/58040-14

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003