ÖAMTC: Schon rund 80 Prozent der Autofahrer nützen die Warnweste

Ab morgen, 1. August, belasten Warnwesten-Verstöße die Brieftasche

Wien (OTS) - Die Beobachtungen der ÖAMTC-Pannenfahrer zeigen, dass rund 80 Prozent der Autofahrer bei Pannen und Unfällen auf Autobahnen, Schnellstraßen und Überlandstraßen eine Warnweste tragen. Einen besonderen Stellenwert hat auch die Vorbildwirkung. Wenn ein Verkehrsteilnehmer die Weste trägt, so schließen sich die anderen meist an. Diese hohe Warnwestenmoral freut auch ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer: "Die große Akzeptanz beweist, dass sinnvolle Maßnahmen von den Autofahrern gerne angenommen werden." Die morgen, 1. August, ablaufende Schonfrist bei der Bestrafung wird also nur einige "schwarze Schafe" treffen, die die Mitführ- und Tragepflicht weiter ignorieren. Bisher sind die "Warnwesten-Sünder" mit einer Abmahnung davongekommen. "Morgen ist es mit dem 'Augen-Zudrücken' aber vorbei", warnt Hoffer. Sowohl das Nicht-Mitführen als auch das Nicht-Tragen der Westen wird geahndet. Der theoretische Strafrahmen für den Fall einer Anzeige reicht bis zu 2.180 Euro. "In der Praxis werden 14 Euro verrechnet", sagt der ÖAMTC-Jurist. Der Strafe entgeht, wer sich an die Regeln hält:

* Die Mitführpflicht für Warnwesten: Gesetzlich vorgeschrieben ist nur eine Weste für den Lenker. Die ÖAMTC-Experten empfehlen im Sinne der Sicherheit für jeden Autoinsassen eine Warnweste mitzuführen. "Auch Motorradlenker sollten zu ihrem eigenen Schutz eine Warnweste mitführen und im Notfall nützen. Jeder, der sich auf dem Pannenstreifen und der Fahrbahn aufhält, macht sich mit Warnweste fünfmal sichtbarer. Keiner sollte auf dieses Sicherheitsplus verzichten", appelliert der ÖAMTC-Experte an alle Verkehrsteilnehmer. Der Club hat auch für Kinder vorgesorgt und bietet österreichweit "Mini-Warnwesten" an.

* Die Tragepflicht für Warnwesten: Die Warnwesten müssen von Lenkern mehrspuriger Kraftfahrzeuge beim Aufstellen des Pannendreiecks auf einer Freilandstraße getragen werden. Auf einer Autobahn oder Autostraße ist das Tragen der Weste verpflichtend vorgeschrieben, wenn der Lenker das Fahrzeug verlässt und sich auf der Fahrbahn oder auf dem Pannenstreifen aufhält.

Urlauber aufgepasst - Warnwestenbestimmungen in Europa

In den folgenden Urlaubszielen gilt die Tragepflicht, wenn der Autolenker außerhalb des Ortsgebietes sein Fahrzeug verlässt und sich auf der Fahrbahn - z.B. beim Aufstellen des Pannendreiecks - oder dem Pannenstreifen aufhält:

* Italien: Geahndet wird nur das Nicht-Tragen von Warnwesten (mit 33,60 Euro bei Sofortzahlung, sonst bis zu 137,55 Euro).

* Spanien: Die Nicht-Befolgung der Tragepflicht wird mit Geldbußen bis 91 Euro geahndet.

* Portugal: Wird die Jacke beim Aufstellen des Pannendreiecks nach einem Unfall oder einer Panne nicht getragen, beträgt die Geldbuße zwischen 120 und 600 Euro. Wie in Österreich ist in Portugal auch der Verstoß gegen die Mitführpflicht mit Strafe bedroht. Bei einem Verstoß muss man mit Geldbußen zwischen 60 und 300 Euro rechnen.

Weitere Informationen zur Warnwestenpflicht in Österreich und den Bestimmungen in Europa findet man auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/.Tipps für das Verhalten nach einer Fahrzeugpanne oder einem Verkehrsunfall enthält auch der bei allen ÖAMTC-Dienststellen kostenlos erhältliche Infofolder "Tipps bei Panne oder Unfall" (zum Download auch auf http://www.oeamtc.at/recht/).

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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