BZÖ-Schmalenberg: Wien ist auch HACKN und STAD

Sinnhaftigkeit der Kursvergabe beim AMS muss verifiziert werden

Wien (OTS) - Heftige Kritik an der Arbeitsmarktpolitik und Arbeitsmarktvermittlung in Wien übte heute die geschäftsführende Klubobfrau des BZÖ-Wien, Mag. Heidrun Schmalenberg. "Das rote Wien ist auch HACKN und STAD. Es gibt eine versteckte Arbeitslosigkeit, die Zahlen des AMS stimmen nicht. 40 Prozent der Arbeitslosen sind in Schulungen versteckt. Auch Pensionsvorschussbezieher, Arbeitslose die länger als 3 Tage krank sind und Menschen die einen Leistungsbezug verloren haben fallen aus der Statistik".

Schmalenberg wies darauf hin, dass die Sinnhaftigkeit und Rentabilität der Kursvergabe beim AMS exakt verifiziert werden müsse. "Eine Dame, die 30 Jahre in leitender Funktion in einem Büro tätig war, wird zu einer 12-wöchigen Auffrischung und Vertiefung ihrer Kenntnisse im Bürobereich eingeteilt. Andere werden in Kurse wie "Knödel - eine runde Sache", Salsa und "Ein heißes Eisen zum Anfassen - Der Lehrgang zum Bügelprofi" geschickt. Wir fordern die Erstellung einer Erfolgsquote, was den Kursteilnehmern der Kurs in Bezug auf die tatsächliche Vermittlung gebracht hat". Diese Daten sollten dann veröffentlicht werden. Weiters müsse bei der Einteilung der Kurse darauf Rücksicht genommen werden, dass Arbeitssuchende oftmals unter dem Existenzminimum leben und daher auf eine geringfügige Beschäftigung angewiesen seien.

Die gf. BZÖ-Wien Klubobfrau kritisierte in diesem Zusammenhang auch die ÖVP, die einen Mittelstandsfonds fordere, aber sowieso in allen Institutionen hohe Repräsentanten sitzen habe, angefangen von Nettig über Rothauer (WWFF) und Görg (WWTF) bis zum Wirtschaftsminister Bartenstein. "Dies ist eine Bankrotterklärung für die selbsternannte Wirtschaftspartei ÖVP im Bund und in Wien". Derzeit sei die Arbeitslosigkeit ein Markt, den sich das SPÖ-nahe BFI und das ÖVP-nahe WIFI aufteilen.

Schmalenberg forderte eine Privatisierung der Arbeitsmarktvermittlung, eine Mittelstandsoffensive, eine Verbesserung der Strukturen bei der Kinderbetreuung sowie die Einrichtung einer kostenlosen Info-Hotline beim AMS. Die SPÖ sei in Wien gefordert, endlich ermäßigte Fahrpreise für Arbeitslose, Notstands- und Sozialhilfebezieher anzubieten. "Uns ist eine ehrliche Arbeitsmarktpolitik wichtiger als geschönte Statistiken", so Schmalenberg abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

BZÖ-Wien - Landtagsklub
Lukas Brucker
4000/81556

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZW0001