AKNÖ-Staudinger: "A.T. Kearny"-Studie durchsichtiger Vorwand für Arbeitszeitdebatte

ArbeitnehmerInnen sichern bereits hohe Wettbewerbsfähigkeit

Wien (AKNÖ) - "Als durchsichtigen Vorwand, die Arbeitszeitdiskussion wieder anzuheizen" wertet der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger, die "A.T.Kearny"-Studie, nach der Österreich nicht nur bei der Wettbewerbsfähigkeit schlecht abschneide, sondern auch bei der Arbeitsproduktivität. Der AKNÖ-Präsident bezeichnet diese Studie als "Potpourri an unterschiedlichen Berechnungsmethoden und Indikatoren, dekoriert mit einem Mix altbekannter Regierungsforderungen, wie die Flexibilisierung der Arbeitszeit." Eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung sei mit Lohnkürzungen gleichzusetzen und deshalb abzulehnen.

"Der von den ArbeitnehmerInnen ohnehin bereits erlittene Rückgang der Reallöhne seit dem Jahr 2000 hat dazu geführt, dass die Lohnstückkosten kontinuierlich gesunken sind und die Wettbewerbsfähigkeit damit gestiegen ist", so Staudinger weiter. Das zeige sich an der dynamischen Exportsteigerung der letzten Jahre. "Es scheitert also nicht an der Flexibilität und Produktivität der ArbeitnehmerInnen sondern an der einseitigen Wirtschaftspolitik der Regierung, die die Kaufkraft der Beschäftigten seit Jahren kontinuierlich schwächt", erklärt der AKNÖ-Chef.

Das Ziel einer hochentwickelten Volkswirtschaft wie Österreich muss es sein, ein möglichst hohes Lohnniveau zur Sicherung der sozialen Standards zu erhalten. Dies ist nur durch eine verstärkte Förderung und Spezialisierung in Branchen mit hohen Technologie- und Qualitätsstandards möglich. Staudinger fordert eine echte Bildungsoffensive, den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, Investitionen in die Infrastruktur und eine Stärkung der privaten Kaufkraft.

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