Traktor-Sicherheit, Kuhstall-Kunst und Gartenidylle

"Land und Leute" am 6. August in ORF 2

St. Pölten (OTS) - Das sind die Themen der nächsten Ausgabe des Landwirtschaftsmagazins "Land und Leute" am Samstag, 6. August 2005 um 16.25 Uhr in ORF 2:

* Herkunfts-Nachweis mit Isoptopen
Produkt-Piraterie heißt das vornehme Wort für einen Vorgang, bei dem Waren falsch deklariert und verkauft werden. Doch die "Piraten" werden in Zukunft schonungslos enttarnt, denn im Forschungszentrum Seibersdorf wurde eine Untersuchungsmethode entworfen, mit der sich die Herkunft von Waren exakt ermitteln lässt. Mit Hilfe von Isotopen kann nicht nur die Region, aus der zum Beispiel ein Gustostück vom Rind stammt, festgestellt werden - auch der Erzeuger lässt sich einwandfrei feststellen. So genannte "Isotopenkarten" machen beim Fleisch zur Überprüfung der Produktwahrheit den Anfang, später sollen andere Lebensmittel folgen.

* Sicherheit und Komfort am Traktor
Im PKW ist es selbstverständlich: Kinder haben ihren eigenen Sitz und sind während der Fahrt angegurtet. Doch wie schaut das am Traktor aus? Gerade während Ferien- und Erntezeit werden viele Kinder auf landwirtschaftlichen Maschinen zur Arbeit mitgenommen - und sind dabei nicht gesichert. Immer wieder kommt es deshalb zu Unfällen. Aber auch die Landwirte selbst haben bei Hitze, Staub, Lärm und Stress ein erhöhtes Sicherheits-Risiko. Moderne Traktoren schaffen durch ihre technische Ausrüstung ein Umfeld, in dem sich die Unfallgefahr minimieren lässt.

* Weiterbildung bei Bauern wenig gefragt
Fast zwei Drittel aller Landwirte führen ihren Betrieb auf Grund ihrer praktischen Erfahrung - das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Aus- und Weiterbildung werden nur von wenigen Bauern in Anspruch genommen. Und das, obwohl das Anforderungsprofil an den Landwirt als Unternehmer immer vielfältiger wird. Die Landjugend entwickelt neue Strategien, um den Landwirten Schulungs-und Bildungsmaßnahmen schmackhaft zu machen.

* Garten des Monats: Wohnzimmer im Grünen
Wozu in die Ferne fliegen, wenn alles Gute liegt so nah! Das mag sich jeder Besucher denken, der den Garten der Familie Pozi in Schwechat genießt. Zunächst ein Staudenbeet, dann Buchs, Lavendel, Lorbeer und Oleander - das ist der Weg zum mediterranen Sitzplatz gleich neben dem Haus. Ein paar Schritte weiter folgen Brunnen, Efeu und Königskerzen - dann die Baumgruppe mit Hängematte und Holzhäuschen und gleich dahinter der Schwimmteich als Krönung des eigenen Paradieses. Das Gemüsebeet und der Grillplatz sind schon Standard beim "Wohnzimmer im Grünen", das Alexander Hofer diesmal vorstellt.

* Wipfeln und Ausdünnen für Top-Qualität
Feuchtigkeit - und jetzt auch die Wärme - lassen die Trauben in den Weingärten heuer sehr gut wachsen. Damit zur Lesezeit aber nur saftige Trauben an den Stöcken hängen, muss der Winzer die Anzahl der Trauben pro Stock regulieren, überschüssige werden abgeschnitten. Was alten Weinbauern noch immer im Herzen weh tut und als Verschwendung angesehen wird, ist notwendig für die Qualität des Weins. Roman Pfaffl, einer der Pioniere der Weinviertel DAC-Weine zeigt die Sommerarbeit im Weingarten, das Wipfeln und Ausdünnen.

* Rauchkuchl und Kuhstall als Atelier
"Gemalte Lebenslandschaften" heißt eine Ausstellung, in der Bäuerinnen aus ganz Tirol ihre Begabung auf künstlerischem Gebiet präsentieren. Eine Ausstellung, die zeigt, wie sehr sich das Bild der Bäuerinnen gewandelt hat und mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich auch Gebiete erobern, die nichts mit dem traditionellen, volkstümlichen Leben zu tun haben. Die malenden Bäuerinnen sind ernst zu nehmende Künstlerinnen, für die ihre Kunst Ausgleich zur Arbeit und Lebenshilfe zugleich sind. Ateliers sind oft die Rauchkuchl, eine Werkstatt oder der Kuhstall.

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