Musiktauschbörsen: Nutzer mussten tausende Euro nachzahlen

AKNÖ: Vorsicht bei Musik und Videos aus dem Internet

Wien (AKNÖ) - Internet-Tauschbörsen boomen: Musik und Videos lassen sich via Internet auf den eigenen PC kopieren. Alle so geladenen Dateien werden automatisch wieder zum Tauschen angeboten. Das Prinzip der Börsen ist legal, sofern sie nicht gezielt zur Verletzung von Urheberrechten beworben werden. Illegal ist es jedoch, wenn urheberrechtlich geschützte Werke vervielfältigt werden. Daher klagen Musik- und Filmindustrie zurzeit meist Personen, die geschützte Werke anbieten.

Auch von österreichischen Nutzern wurden schon tausende Euro gefordert. Ob bereits nur das Herunterladen von geschützten Werken rechtlich belangt werden kann, ist strittig. Sicherer unterwegs sind Musikliebhaber bei Onlineshops, die legal Millionen Hits um je rund einen Euro anbieten.

Achtung vor versteckten Kosten

Viele unterschätzen die Datenmengen, die man bei Tauschbörsen hin und her kopiert. "Wird eine Datei von 6 Megabyte von 20 anderen Nutzern vom eigenen PC geladen, so bedeutet das einen zusätzlichen Datentransfer von 120 Megabyte. Beim Videotausch sind einige Gigabyte rasch erreicht", erklärt AKNÖ-Experte Michael Dunkl. Bei einem Breitbandzugang (ADSL, Kabel, Funk) ist je nach Vertrag ein bestimmter Datentransfer inkludiert. Überschreitet man das Limit, wird das vor allem bei älteren Verträgen oft hoch verrechnet. Eifrige Tauschbörsianer mussten hunderte Euro an ihren Provider nachzahlen. "Beobachten Sie Ihren Datenverbrauch und achten Sie im Vertrag auf die Kosten bei Überschreitung", rät Dunkl. Weitere Tipps auf noe.arbeiterkammer.at/konsument.

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