Ein fiter Rücken bewahrt vor dem Kreuz mit dem Kreuz

AUVA berät auf der INFORM in Oberwart: Falsches Sitzen belastet Bandscheiben ähnlich stark wie falsches Heben

Wien (OTS) - Ein nicht körpergerecht eingestellter Bürosessel hat schmerzhafte Folgen. Die Belastung auf die Wirbelsäule wird allgemein deutlich unterschätzt. Das längere Sitzen auf einem nicht korrekt angepassten Stuhl bedeutet eine annähernd gleich große Belastung der Bandscheiben, wie falsches Heben oder Tragen bei physischer Schwerarbeit. Dr. Günther Berger, Arbeitsmediziner der AUVA-Landesstelle Wien, rät zu täglichen Mobilitätsübungen für die Halswirbelsäule: "So können wir den Rücken fit halten und dem Kreuz mit dem Kreuz vorbeugen". Nähere Informationen gibt es auf der INFORM in Oberwart vom 27. August bis 4. September beim AUVA-Stand.

Dr. Günther Berger, Arbeitsmediziner der AUVA-Landesstelle Wien, ist täglich mit den Folgen von falschen Sitz-, Trage- und Hebepositionen konfrontiert: "Da es sich bei Erkrankungen der Hals-bzw. der Lendenwirbelsäule um keine vom Gesetzgeber anerkannten Berufskrankheiten handelt, kann die AUVA den Betroffenen nicht mit Umschulungen, Heilbehandlungen oder finanziell helfen. Daher muss der Prävention ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Im Laufe des Berufslebens leiden 70 bis 80 Prozent der Arbeitnehmer an Wirbelsäulenbeschwerden. Im Büro wird vor allem über Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule geklagt. Bei Arbeitnehmern, die schwere, körperliche Arbeit verrichten, ist vor allem die Lendenwirbelsäule betroffen."

Dr. Berger empfiehlt Mobilisationsübungen in den täglichen Arbeitsablauf zu integrieren. Diese nehmen nur wenige Minuten in Anspruch und können direkt am Schreibtisch durchgeführt werden. Die Anleitung dazu sollte durch einen Experten - zum Beispiel einen Arbeitsmediziner - erfolgen. Nur korrekt ausgeführte Übungen führen zum Erfolg.

Arbeitsmediziner und Ergonomen helfen bei der Adaptierung des Büroarbeitsplatzes, die AUVA-Landesstelle Wien bietet Schulungen oder Vorträge mit Tipps und Ausgleichsübungen an.

Die AUVA-Landesstelle Wien, für die Verhütung von Arbeitsunfällen in Burgenland, Niederösterreich und Wien zuständig, steht auch heuer wieder für Fragen über den Arbeitnehmerschutz bei der Oberwarter INFORM vom 27. August bis 4. September 2005 zur Verfügung. Schwerpunkt sind Fragen der Ergonomie und Vorbeugung von Wirbelsäulenerkrankungen. Richtige Antworten beim Computerspiel "Sicherheitsquiz" werden mit Sachpreisen belohnt. Im Burgenland betreute die AUVA im Vorjahr 2.268 Arbeitsunfälle inklusive Wegunfälle sowie 1.442 Schülerunfälle. In zwanzig Fällen konnten Erkrankungen als Berufskrankheiten anerkannt werden.

Im Internet: www.auva.at/wien

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