Neues Volksblatt: "Glashaus" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 27. Juli 2005

Linz (OTS) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka hätten sich von Haider das "Dirty Campaigning" abgeschaut, schimpfte gestern SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures in einer Pressekonferenz. Abgesehen davon, dass die gute Frau mit Haider wohl den oberösterreichischen SPÖ-Chef Erich H. gemeint haben muss, von dem sich Schüssel und Lopatka in dieser Hinsicht etwas abschauen könnten, ist von Schmutzkübel-Kampagnen des ÖVP-Chefs bislang nichts bekannt geworden; und in den Bundesländern auch nicht.
Jeder kehre vor seiner eigenen Tür! Denn die einzige Partei, die -soweit bekannt - in letzter Zeit wegen ihres schmutzigen Stils in der politischen Auseinandersetzung, konkret im oberösterreichischen Landtagswahlkampf 2003, rechtskräftig verurteilt wurde, ist die SPÖ. Und der SPÖ-Landesgeschäftsführer ist in Sachen "Schmutz Schund" nur deshalb nicht vor Gericht gestanden, weil sich der SPÖ-Stratege hinter seiner politischen Immunität als Landtagsabgeordneter verschanzt hat.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! Und im roten Glashaus schon gar nicht!

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