Zugunglück: Gorbach richtet Sonderkommission Eisenbahnsicherheit ein

Wien (OTS) - Verkehrsminister Hubert Gorbach hat heute anlässlich des Zugunglücks von Gramatneusiedl in Niederösterreich mit sofortiger Wirkung eine "Sonderkommission Eisenbahnsicherheit" eingerichtet. Aufgrund des zweiten Zugunglücks innerhalb weniger Wochen wurde diese Entscheidung notwendig. Die Sonderkommission wurde beauftragt, aus den Erkenntnissen der letzten Eisenbahnunfälle rasch ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Sicherheit im Eisenbahnverkehr zu erarbeiten.*****

Gerhard Pöllmann, Leiter der Bundesanstalt für Verkehr, wurde von Minister Gorbach mit der Leitung, Koordination und Organisation der Kommission betraut. Diese wird sich aus Sicherheitsexperten der Gruppe Schiene des Verkehrsministeriums (BMVIT) und der Eisenbahnunternehmen (ÖBB und andere Privatbahnen) zusammensetzen. Die Kommission wird aus den Erkenntnissen der letzten Unglücksfälle die nötigen Maßnahmen zur künftigen Risikominimierung präsentieren.

"Auch im Eisenbahnverkehr ist die Verkehrssicherheitsarbeit eine stete Herausforderung. Wir können uns mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden geben. Es ist aber bereits einiges geschehen, wie etwa der Aufbau einer unabhängigen Unfalluntersuchungsstelle für den Bereich Schiene", so Verkehrsminister Gorbach.
Unfälle bewirkten, neben dem menschlichen Leid, auch Verunsicherung bei den Passagieren und den im jeweiligen Verkehrsbereich arbeitenden Menschen. "Ich habe diese Sonderkommission eingerichtet, um den Lernprozess aus Fehlern zu beschleunigen. Wir werden gemeinsam mit Volldampf daran arbeiten, derartige Ereignisse in Zukunft zu verhindern, auch wenn leider gesagt werden muss, dass es realistischerweise keine hundertprozentige Sicherheit geben wird", schloss Gorbach. (Schluss)

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