Baustellen bringen verkehrssichere Straßen - Ärger ist nicht angebracht!

GBH-Driemer: Leistungen der Bauarbeiter anerkennen

Wien (GBH/ÖGB) - Der Sommer ist die "Baustellenzeit". Immer wieder ist in den Medien die Rede von verärgerten AutofahrerInnen und Verkehrsbehinderungen. Die Gewerkschaft Bau-Holz bekräftigt:
Baustellen sind nötig, um Straßen zu bauen und auszubauen, sie für die AutofahrerInnen verkehrssicherer zu machen. Die Bauarbeiter leisten dafür gerade in den Sommermonaten beinahe Unmenschliches. Sie arbeiten Tag und Nacht unter enormem Zeitdruck, um die Straßen möglichst rasch wieder voll befahrbar zu machen. Dies verdient größte Anerkennung und Respekt von uns allen! ++++

Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident: "Bauarbeiter sind oft genug gezwungen, sowohl tagsüber bei brütender Hitze wie bei Gewitterstürmen - wie es gerade diese Woche ist - als auch nachts bei eingeschränkter Sicht an stark frequentierten Straßenstücken direkt neben dem fließenden Verkehr Schwerarbeit zu leisten."

Gerade die Urlaubszeit bedeutet nicht nur eine erhöhte Belastung für Autofahrer, die - auch bedingt durch Baustellen - im Stau stehen oder es durch selbst auferlegten Urlaubsstress besonders eilig haben, sondern auch für die Bauarbeiter auf diesen Baustellen, die einerseits durch Raser in den Baustellenbereichen, andererseits durch erhöhte Abgaswerte im Staubereich in ihrer Gesundheit zusätzlich gefährdet werden. Hinzu kommen noch enorme Belastungen durch bodennahes Ozon, UV-Strahlung, Hitze - den Temperaturen, durch die sich jeden Sommer Straßenstücke heben, sind auch Bauarbeiter täglich weitgehend ungeschützt ausgesetzt - und Stress aufgrund der knappen Bauzeitvorgaben. Driemer: "Bauarbeiter sind gerade beim Asphaltieren und Pflastern zusätzlichen Hitzebelastungen ausgesetzt und haben keine Möglichkeit, der Ozonbelastung in geschlossene Räume zu entfliehen, wie das von MedizinerInnen gefordert wird. Sie sind damit einer hohen Gefährdung und großen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang verweise ich nochmals in aller Deutlichkeit auf unsere Forderungen zu einer sinnvollen Schwerarbeitsregelung, die den Betroffenen auch etwas bringt, und auf unsere Forderung, die Ozon- und UV-Belastungen endlich in das Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz aufzunehmen. Die GBH bemüht sich nicht zuletzt auch darum, dass Bauarbeiter, die Tag und Nacht, Sonn- und Feiertags auf Baustellen arbeiten müssen, durch entsprechende kollektivvertragliche Regelungen geschützt sind."

"Wir haben durchaus Verständnis dafür, dass die Nerven mancher Autofahrer blank liegen. Trotzdem - es geht hier um Menschenleben! Bauarbeiter an Straßenbaustellen verrichten ihre gefährliche Tätigkeit letztendlich im Interesse der Autofahrer. Nur durch rechtzeitige Sanierung und Entschärfung von gefährlichen Straßenabschnitten durch planerische und bauliche Maßnahmen kann ein Mehr an Sicherheit für die Autofahrer erreicht werden. Bauarbeiter tragen daher wesentlich zur Sicherheit und Gesundheit der Autofahrer bei. Diese sollten dies zumindest durch ein angepasstes und vernünftiges Fahrverhalten in den Baustellenbereichen honorieren.",

so Driemer abschließend. ÖGB, 26. Juli 2005 Nr. 461

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