- 26.07.2005, 10:18:54
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ÖAMTC: "Der Rest ist für Sie..." - Richtig Trinkgeld geben im Ausland
Nicht zu viel, nicht zu wenig: Trinkgeld-Tipps in beliebten Reiseländern
Wien (OTS) - Auch beim Trinkgeld geben kann man im Urlaub ins
Fettnäpfchen treten. Zuviel "Tip" kann in manchem Land genauso
beleidigend aufgefasst werden, wie andernorts zu wenig. "Hier braucht
es wirklich Fingerspitzengefühl, denn es gibt länderspezifisch recht
unterschiedliche Gebräuche", weiß ÖAMTC-Touristikerin Tanja Gems. Wie
viel Trinkgeld bekommt der Gepäckträger? Soll man das Geld auf dem
Restaurant-Tisch liegen lassen? Ein kleiner ÖAMTC-Leitfaden:
In Europa:
In europäischen Ländern wird - gleich wie in Österreich - fast
überall Trinkgeld erwartet. "Es gibt aber ein regelrechtes
Süd-Nord-Gefälle. In Italien sind im Schnitt zehn Prozent üblich, im
skandinavischen Raum hingegen sind fünf Prozent ausreichend. In
Dänemark wird kein Trinkgeld erwartet, in Island ist es im Endpreis
inkludiert. ÖAMTC-Tipp: In Restaurants schaut man am besten in der
Karte nach, ob das Trinkgeld schon inkludiert ist, z.B. wenn "Service
Charge included" steht. Besondere Leistungen sollten aber belohnt
werden. In Frankreich, Spanien, Italien oder Portugal wird das
Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen gelassen. Kleinstbeträge, wie
fünf Cent, werden aber als unhöflich angesehen. In Irland bleibt das
Trinkgeld für die Bedienung hinter der Bar im Pub dem Gast
überlassen. "Have a drink": Möchte man Trinkgeld geben, so gibt man
dem Barkeeper einen aus.
Andere Regeln als auf dem Festland, sei es jetzt im Restaurant oder
im Hotel, gelten auf dem Wasser: Wer eine Kreuzfahrt plant, sollte
sich im Vorfeld informieren, welche Handhabung üblich ist. Einige
Reedereien geben eine Empfehlung, wie hoch das Trinkgeld sein sollte,
z.B. für Kabinen-Stewardess oder Restaurant-Kellner. Auf anderen
Schiffen ist das Trinkgeld auch schon im Reisepreis enthalten.
Außerhalb von Europa:
* In Japan und China ist Trinkgeld geben unüblich. In den
Touristenzentren ist allerdings das Personal an zehn Prozent
Trinkgeld vom Rechnungsbetrag gewöhnt. ÖAMTC-Tipp: Immer diskret und
nicht vor den Augen anderer überreichen.
* In Thailand wird Trinkgeld unter 10 Baht (das sind gerade mal zwei
Cent) als Beleidigung empfunden.
* In der Südsee kann die traditionelle Gastfreundschaft auf
bestimmten Inseln die Annahme von Trinkgeld verbieten. Ein Blick in
einen aussagekräftigen Reiseführer empfiehlt sich.
* In den USA ist das Grundgehalt im Gastronomiegewerbe äußerst
niedrig. Die Mitarbeiter aus Restaurants, Hotels und anderen
Dienstleistungsunternehmen sind auf das Trinkgeld angewiesen. Der
"Tip" ist in diesen Ländern somit Pflicht. In Restaurants wird 15 bis
20 Prozent Trinkgeld erwartet, falls die Servicegebühr nicht schon
auf der Rechnung angeführt ist. Personal, das einen zum Tisch
begleitet, lebt vom Trinkgeld.
* In Australien gibt es keine "Verpflichtung" für ein Trinkgeld wie
in den USA. Vor einigen Jahren war Trinkgeld sogar unüblich. Das hat
sich mittlerweile geändert. Hin und wieder wird man aber Menschen
antreffen, die partout kein Trinkgeld annehmen - und das sollte man
als Urlauber dann akzeptieren.
Wer sich unsicher ist, wie viel Trinkgeld angemessen ist, kann sich
auch vor Ort (z.B. an der Hotel-Rezeption) erkundigen. Wenn es
vorkommt, dass man als Gast mit der Leistung von Zimmermädchen oder
Kellner nicht zufrieden ist, sollte man das sachlich begründen und
wenig oder kein Trinkgeld geben.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
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