Gesundheit: Lackner - Von der Ministerin nichts als alte Hüte

Rauch-Kallat konzeptlos bei Finanzierungskrise im Gesundheitssystem

Wien (SK) "Gesundheitsministerin Rauch-Kallat hätte
eigentlich jede Menge Erklärungsbedarf. So soll sie endlich darlegen, wie sie die Finanzierungskrise der Krankenkassen lösen will. Sie soll uns erklären, warum die Medikamentenkosten immer noch viel zu hoch sind - was ja durch die aktuelle Causa prima, die Affäre um die hohen Rabatte auf Medikamente, ganz deutlich wurde", sagte SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner zur heutigen Pressekonferenz der Ministerin. "Dass Rauch-Kallat die Öffentlichkeit wieder einmal mit der Präsentation von alten Hüten abspeisen will, zeigt, dass ihr zu den wichtigen Fragen nach wie vor nichts eingefallen ist", so Lackner am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Denn der Abbau von Akutbetten, für den sich die Ministerin heute selbst gelobt hat, sei weder ihr Verdienst, noch seien die Kostensteigerungen im Spitalsbereich nachhaltig eingedämmt, erläuterte Lackner. Dem Abbau von Betten und einer kürzeren durchschnittlichen Verweildauer stehen mehr Aufnahmen gegenüber. Laut Lackner ist beinahe jeder dritte Österreicher durchschnittlich einmal im Jahr stationär im Krankenhaus.

"Es ist eine Tatsache, dass die Gesundheitsministerin die Kosten nicht im Griff hat", betonte Lackner, "und es ist leider auch eine Tatsache, dass sie bisher keinen Ansatz finden konnte, wie die finanziellen Probleme im Gesundheitswesen zu lösen wären."

In dem Zusammenhang forderte Lackner die Ministerin auf, etwas gegen die viel zu hohen Medikamentenkosten zu unternehmen, nachdem die Pharmafirmen offenbar rund 40 Prozent der Medikamente verschenken können - das freilich, ohne dass bei der derzeitigen Rabattpraxis die Preisvorteile bei den Zahlern, also den Krankenkassen, ankommen.

Lackner verlangt von der Ministerin auch, die Nebenabsprachen, die sie im Zuge der Verhandlungen über das Medikamentenpaket mit der Pharmaindustrie getroffen hat, bekannt zu geben. Denn diese Vereinbarungen könnten sich zu einem kostenmäßigen Bumerang entwickeln. (Schluss) wf

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