Kollross: Falsche Frauen- und Familienpolitik Schuld an Trend zur Kinderlosigkeit

Mikl-Leitners Trendumkehrankündigung ist gleichzeitig ihr Schuldeingeständnis!

St. Pölten (SPI) - "Seit Jahren wissen wir durch Studien der Arbeiterkammer, dass hunderte Kinderbetreuungsplätze in NÖ fehlen und daher Frauen durch eine falsche Politik zur Kinderlosigkeit gezwungen werden. Dazu kommt, dass das bestehende Angebot an öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen am Bedarf berufstätiger Frauen völlig vorbeigeht. Die Ankündigung der VP-Familienlandesrätin hier einen Trendumkehr schaffen zu wollen, ist das Schuldeingeständnis der VPNÖ, in der Familien- und Frauenpolitik bis jetzt nicht viel zusammengebracht zu haben", meint der Landesvorsitzende der NÖ Kinderfreunde, Andreas Kollross.****

"Die Trendumkehr bei der Kinderlosigkeit ist nur dann zu schaffen, wenn das Land ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellt. Wir brauchen flexible und bedarfsgerechte Öffnungszeiten in den Kindergärten und die Ganztagsbetreuung in den Schulen. Darüber hinaus muss die gesetzliche Ferienregelung bei öffentlichen Kindergärten fallen, um Familien auch in den Ferien kostenlose Kinderbetreuung anbieten zu können. Abzulehnen ist das ständige Auseinanderdividieren der Familien durch die ÖVP. Familien haben in der Stadt und am Land die gleichen Interessen. Wir treten für die bestmögliche Betreuung unserer Kinder ein und fordern von der Politik dafür die notwendigen Rahmenbedingungen", so der Vizepräsident der Interessensvertretung der NÖ Familien Stephan Schimanowa.

"Neben einer anderen Familienpolitik braucht es jedoch auch ein Umdenken in der Frauenpolitik. So lange die Bundesregierung aus ideologischen Gründen die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie untergräbt, wird der Trend zur Kinderlosigkeit weiter zunehmen. Neben der Schaffung von flexiblen bzw. bedarfsgerechten Kinderbetreuungsplätzen muss daher auch die wachsende Schere zwischen den Einkommen von Frauen und Männern, der erschwerte Widereinstieg ins Berufsleben aber auch der Anstieg von prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Frauen diskutiert werden. Ob die ÖVP zu einer Veränderung ihrer Frauenpolitik bereit ist, ist allerdings zu bezweifeln", meint Kollross abschließend. (Schluss)

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