Strache: BZÖ vermittelt "politische Schizophrenie"!

Gorbach unterzeichnet eigenhändig die Beitrittsverträge mit Bulgarien und Rumänien - jetzt will er die Erweiterung wieder abblasen….

Wien, 25-07-2005 (fpd) - ~

Als ein "kurioses Sammelsurium von
Wunschvorstellungen sowie eine Ansammlung eigenartiger 180 Grad Wendungen" bezeichnete heute der Bundesobmann der FPÖ, LAbg. GR Heinz-Christian Strache, die mediengerechte "Präsentation" des 15.Punktekatalogs des BZÖ.

Der "Wunschzettel an das Christkind" sei ebenso glaubwürdig wie auch die Forderung des BZÖ, wonach es einen Stopp der EU-Osterweiterung geben solle. Am 12.April segnete der Ministerrat die EU-Beitrittsverträge für Rumänien und Bulgarien ab. Noch am 25.April bezeichnete Gorbach die "Beitrittsvertragsunterzeichnungen mit Rumänien und Bulgarien als wichtigen Schritt" und unterzeichnete in Luxemburg gemeinsam mit Außenministerin Ursula Plassnik für Österreich die Beitrittsverträge - heute verlangt Gorbach den Erweiterungsstopp. Auch von einem Türkeibeitritt will Gorbach jetzt nichts mehr wissen, obwohl gerade sein Zampano Haider diesem Beitritt immer das Wort geredet hat. Ein Schelm, der böses dabei denkt, so Strache.

Aber auch bei vielen anderen Punkten erweckt das BZÖ den Eindruck, wonach hier "mit Zwang" die Sommerzeit genutzt werden sollte, um Forderungen unters Volk zu bringen - auch wenn diese sogar innerhalb der eigenen Regierung nicht mehrheitsfähig sind. Alles in allem zeugt die heutige Präsentation des BZÖ einmal mehr von der politischen Bewußtseinsspaltung dieser Bewegung. Einerseits werden innerhalb der Bundesregierung Beschlüsse gefaßt, andererseits fordert man jetzt mittels "Europa Agenda" deren Aufhebung oder Verschiebung. Offenbar hat Haiders "politische Schizophrenie" auch die übrigen Orangen angesteckt, so Strache abschließend. (Schluß) jen

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