BZÖ-Scheuch: Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Steiermark

Renationalisierung der Landwirtschaft Gebot der Stunde

Graz (OTS) - "Ich bin zutiefst enttäuscht über die Aussagen des steirischen Landesrates Hans Seitinger, die Steiermark sei ein Vorzeigemodell in Sachen Landwirtschaft. Seitinger hat einfach keine Visionen für die Landwirtschaftspolitik in der Steiermark. Er verspricht zwar vor der Wahl ein paar zusätzliche Förderungen als Wahlkampfzuckerln, für die Bauern tut er aber nichts Konkretes", so der BZÖ-Bündnissprecher DI Uwe Scheuch am Montag in Graz.

Die steirischen kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe leiden besonders unter der derzeitigen Europäischen Landwirtschafts-Politik. "Daher müssen wir wieder zu einer Renationalisierung der Landwirtschafts-Politik zurückkommen. Wir können nicht Millionen nach Brüssel schicken, um diese dann in mühsamen Verhandlungen wieder nach Österreich zurückzuholen. Das Geld muss im Land bleiben - nur so können wir die Mittel optimal an die Landwirte weitergeben", so Scheuch weiter.

Die Vereinheitlichung der Versicherungsträger und die teilweise Abschaffung aufwändiger, und teurer Überprüfungen der Landwirte durch die AMA sind die weiteren Kernpunkte der BZÖ-Landwirtschafts-Politik. Scheuch weiter: "Besonders säumig ist die Steiermark in Sachen Gentechnik. Nach dem Vorbild von Kärnten müssen hier die Rahmenbedingungen für den Anbau gentechnisch veränderter Produkte so eingeschränkt werden, dass wir einen Wildwuchs verhindern."

Auf Antrag von NRAbg. DI Uwe Scheuch wurde vor einigen Wochen ein Antrag in Brüssel gestellt, die sogenannten Prachflächen aufgrund der vermuteten Dürre freizugeben, um die Schäden für die Bauern so klein wie möglich zu halten.

"Wir dürfen unsere Augen nicht vor den Sorgen der steirischen Bauern verschließen, die ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und auch noch für die notwendige Landschaftspflege sorgen. Bei 35.000 Haupterwerbsbetrieben in der Steiermark bietet die Landwirtschaft etwa 70.000 Arbeitsplätze. Trotzdem brauchen diese vielen kleinen Betriebe unsere Unterstützung im Kampf mit den Großbetrieben in der EU. Wir werden uns jedenfalls mit allen Mitteln dafür einsetzen, den Landwirten in der Steiermark die besten Rahmenbedingungen zu schaffen", so der steirische Klubobmann Franz Lafer abschließend.

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