Eisenriegler: Singvogelfang ist mit Tierschutz unvereinbar

Rauch-Kallat soll Verordnung ändern - LHStv Haider darf Vogelfang nicht erlauben

Wien (OTS) - Einen schweren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sieht die Dritte LT-Ppräsidentin und Tierschutzsprecherin der Grünen OÖ, Doris Eisenriegler, im Singvogel-Fang und -Zurschaustellung, die im Salzkammgut immer noch erlaubt sind. "Sogenannte Brauchtumspflege kann kein Argument dafür sein, wildlebende Singvögel einzufangen, qualvoll in viel zu kleinen Käfigen zu halten und in Ausstellungen zu präsentieren", kritisiert Eisenriegler. Sie fordert Ministerin Rauch-Kallat auf, sich nicht länger vor ihrer Verantwortung zu drücken und ihren umstrittenen Verordnungsentwurf umgehend abzuändern.

In Oberösterreich würde im Salzkammergut das öffentliche Zur-Schau-Stellen von Gimpel, Zeisig, Stieglitz und Fichtenkreuzschnabel - durch eine Ausnahmeregelung zugelassen. Eisenriegler: "Dieser Ausnahmeregelung liegt keinerlei ausreichende Argumentation zugrunde. Alle Fachleute und ExpertInnen, VertreterInnen von Tierschutzorganisationen sowie Mitglieder des Tierschutzrates haben sich gegen den Singvogelfang ausgesprochen. Diese Verordnung ist mit einen zeitgemäßem Tierschutz unvereinbar und steht auch im Widerspruch zu EU-Recht. Rauch-Kallat hat jetzt dringenden Handlungsbedarf."

Abschließend fordert Eisenriegler Naturschutzreferenten LHStv Erich Haider auf, die Ausnahmegenehmigungen für das Fangen der Singvögel im Salzkammergut sofort aufzuheben: "Dazu müsste Haider lediglich die Ausnahmeregelung fürs Salzkammergut in der Artenschutz-Verordnung aufheben."

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Gernot Wartner, Grüne OÖ, 0664/83 17 535

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