Dolinschek zu betrügerischem Handy-Gewinnspiel: Unterlassungsklage eingebracht

Londoner Firma verstößt gegen EU-Fernabsatzrichtlinie

Wien (BMSG/STS) - Konsumentenschutzstaatssekretär Sigisbert Dolinschek teilte heute mit, dass er den Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit der Erhebung einer Unterlassungsklage gegen eine Firma mit Sitz in London beauftragt habe. "Wir werden auch in Zukunft gegen solche Unternehmen vorgehen, die auf dem Rücken der österreichischen Konsumenten illegale Geschäfte betreiben wollen". ****

Konkret geht es um ein Gewinnspiel mit folgendem Ablauf: Auf dem Handy scheint ein Anruf in Abwesenheit auf, wird vom Handybesitzer ein Rückruf getätigt, erfährt er, dass er bei einem Gewinnspiel mitmachen kann, bei dem der Höchstgewinn € 5.000,-- in bar ist. Man müsse nur ein Geräusch erraten. Hat man das (Hup- oder Fahrradklingel-)Geräusch erkannt, wird man aufgefordert, eine Mehrwertnummer anzuwählen, um seinen Gewinn abzurufen. "Der Anruf bei dieser Mehrwertnummer kostet € 2,17 pro Minute und dauert fast sieben Minuten. Man wird also minutenlang hingehalten, um dann zu erfahren, dass man nichts gewonnen hat. Das Gesamtentgelt für diesen einen Anruf beläuft sich am Ende auf fast 15 Euro!", kritisierte Dolinschek.

Sofort nachdem die zuständige Konsumentenschutzsektion des BMSG aufgrund von Beschwerden auf diese betrügerischen Praktiken aufmerksam wurde, beauftragte Dolinschek den VKI, dagegen mit einer Unterlassungsklage vorzugehen. Unerbetene Anrufe widersprechen der EU-Fernabsetzrichtlinie, dem Konsumentenschutzgesetz und dem Telekommunikationsgesetz. Konsumenten müssen nämlich vorweg einem solchen Anruf zustimmen. "Wir werden gegen solche Firmen auch weiterhin gerichtlich vorgehen und die Konsumenten vor solchen Betrügereien warnen", so Dolinschek abschließend. (Schluß) bxf

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