Brinek: Rot-Grün fordert, verunsichert, liefert aber keine Konzepte

"Starke Sprüche statt konkreter Arbeit" - Opposition setzt "Universitäts-Verunsicherungskampagne" fort

Wien, 21. Juli 2005 (ÖVP-PK) "Starke Sprüche statt konkreter Arbeit", so reagierte ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek heute, Donnerstag, auf die "wirren Positionen" und "haltlosen Forderungen" von SPÖ und Grünen zur Universitäts-Landschaft in Österreich. Sie orte derzeit überhaupt ein "heilloses Durcheinander" seitens der Opposition, "wenn Glawischnig heute eine Aufstockung der Studienplätze von derzeit 200.000 auf 300.000 fordert, gleichzeitig aber kein Finanzierungskonzept liefert und
die Studierenden verunsichert", so Brinek. ****

Ins selbe Horn blase auch die SPÖ, wenn sie ihre Forderung nach einer Uni-Milliarde gebetsmühlenartig wiederhole, ohne konkrete Umsetzungs- und Finanzierungsvorschläge dafür zu liefern. "Wer soll das bezahlen?", fragte die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. Am Ende plane die SPÖ eine Rückkehr zu ihrer Schuldenpolitik auf Kosten der Österreicherinnen und Österreicher. Auch der stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen unterlaufe in ihrer "Milchkandl-Rechnung" ein kleiner Fehler mit großer Wirkung: "100.000 Studienplätze mehr bedeuten nicht 100.000 österreichische Studierende mehr", so Brinek.

Für die Erhöhung der Akademikerquote in Österreich habe die Regierung sehr erfolgreiche Schritte gesetzt. Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin erinnerte an das "Forschungsziel: 3 Prozent des BIP". Selbstverständlich ziele diese Maßnahme auch auf die Erhöhung der Übertrittsquote der AHS/BHS-Maturantinnen und Maturanten zu den Hochschulen ab. Insgesamt weise Österreich eine "gute Maturitätsquote" auf, betonte Brinek. "Die Hälfte der Maturantinnen und Maturanten kommt aus Berufsbildenden Höheren Schulen, deren originäres Bildungsziel ist aber nicht automatisch der Hochschulbesuch, sondern der Einstieg in die berufliche
Praxis." Dieses Erfolgsmodell habe sich darüber hinaus als "gutes Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit" erwiesen.

SPÖ und Grünen unterlaufe ein weiterer "entscheidender Denkfehler": Da andere EU-Länder das Berufsschulsystem gar nicht ausgebildet hätten, sei auch kein direkter Vergleich mit Österreich möglich. "In vielen EU-Ländern werden nämlich Teile der beruflichen höheren Bildung auf Universitäts-Niveau angeboten und somit der Akademikerquote zugerechnet. Wodurch sich eine höhere Übertrittsquote ergibt", so Brinek.

Was die Uni-Zugangsbeschränkungen betreffe, so habe man mit dem zweijährigen Übergangsmodell noch "nicht das Gelbe vom Ei". Man habe aber "wohlüberlegt und vorbereitet" das EuGH-Urteil zur Kenntnis genommen, die entsprechenden Schritte eingeleitet "und die Autonomie der Universitäten gewahrt". Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang, dass jene Länder, die die traditionellen Wege der Beschränkung der Hochschule kennen und praktizieren, eine höhere Akademikerquote aufweisen. "Die Oppositions-Mär vom Zusammenhang des Uni-Zugangs mit der Akademikerquote sticht also nicht", so Brinek abschließend.

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