Schicker: Baustellen sichern heuer mehr als 2000 Arbeitsplätze

Zwischenstand der Baustellenbilanz 2005

Wien (OTS) - Baustellen machen Ärger - keine Frage. Aber
Baustellen sichern auch Arbeitsplätze. "Man kann die Bauarbeiter nur bewundern, die im Sommer bei Temperaturen bis 50 Grad und mehr ihre nicht ungefährliche Arbeit verrichten", unterstrich Wiens Planungs-und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker am Donnerstag. Bauarbeiter arbeiten jährlich auf rund 500 Straßen der Stadt. Letztes Jahr wurden etwa 430.000 m2 Straße neu gestaltet, umgebaut oder saniert. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, mehr Lebensqualität aber auch für mehr Komfort der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden auch heuer eine vergleichbare Anzahl von Bauvorhaben im Wiener Straßennetz abgewickelt wie im Vorjahr.

"Insgesamt werden heuer rund 170 Mio. Euro in den Ausbau und die Sanierung der Wiener Straßen und Stadtautobahnen investiert. Damit wollen wir auch weiterhin erreichen, dass die Wienerinnen und Wiener zu Fuß, mit dem Rad, den Öffis oder dem Auto sicher, bequem und zügig in der Stadt voran kommen", betonte Stadtrat Schicker und ergänzte:
"Die Investitionen in das Wiener Straßennetz bedeuten auch einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft. Die Standortqualität von in Wien ansässigen Unternehmen wird ebenso gesichert und verbessert, wie Arbeitsplätze in der Baubranche erhalten und geschaffen werden. Heuer sind es mehr als 2.000 Arbeitsplätze".

Etwa ein Drittel der wesentlichen Straßenbaustellen abgeschlossen

Bei der MA 28 sind etwa 145 wesentliche, verkehrsrelevante Straßenbaustellen erfasst. Von diesen Bauvorhaben sind:

o Ende Juli abgeschlossen: 36 %
o Ende der Sommerferien abgeschlossen: 69 %
o Ende des Jahres abgeschlossen: 96 %
o längerfristige Bauvorhaben: 4 %

Generell betrachtet ist somit ein Drittel der Bauvorhaben bis Ende Juli bereits abgeschlossen. Ende der Sommerferien sind in etwa zwei Drittel der Straßenbaustellen wieder für den Verkehr freigegeben. Hier gibt es jedoch in den einzelnen Bezirken Unterschiede.****

Ende Juli bereits abgeschlossene Baustellenhighlights

o 1., Parkring
o 1., Opernring
o 1., Stubenring
o 3., Landstraßer Hauptstraße / Invalidenstraße
o 3., Apostelgasse
o 5., Wiedner Hauptstraße
o 10., Sonnwendgasse - Radweg
o 15., Linke Wienzeile - Lobkowitzbrücke - Radweg
o 16., Julius-Meinl-Gasse
o 21., Radweg Wasserpark
o 23., Brunner Straße

Ende der Sommerferien abgeschlossene Baustellenhighlights

o 1., Burgring
o 1., Dr.-Karl-Renner-Ring
o 4., Wiedner Stern
o 6. bis 9., Betonfeldsanierungen am Gürtel
o 9., Nußdorfer Straße
o 13., Hetzendorfer Straße / Atzgersdorfer Straße
o 14., Hauptstraße
o 14., Hadikgasse
o 14., Hütteldorfer Straße
o 18., Gersthofer Straße
o 19., Heiligenstädter Straße
o 21., Lundenburger Gasse
o 22., Biberhaufenweg

Ende des Jahres abgeschlossene Baustellenhighlights

o 3., Heumarkt / Am Stadtpark
o 4., Wiedner Hauptstraße
o 10., Favoritenstraße (Verlängerung Fußgängerzone)
o 13., 14., 15., Schönbrunner Schloßbrücke
o 17., und 19., Höhenstraße
o 21., Verlängerung Nordbrücke

Wesentliche Bauvorhaben, die noch diese bzw. nächste Woche beginnen

o 1., Opernring / Burgring
o 3., Fasangasse
o 6., Gumpendorfer Straße / Amerlingstraße
o 22., Biberhaufenweg

Schwierigste Arbeitsbedingungen für die Straßenbauarbeiter

Aufgrund des langen Winters, mit Schnee noch im März, hat die Bausaison 2005 erst spät begonnen. Denn Straßenbauarbeiten sind bei Frost und während langanhaltender Regenfälle gar nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich. Der Großteil der Straßenbauarbeiten fällt deshalb, aber auch aufgrund des während der Ferienmonate geringeren Verkehrsaufkommens auf den Wiener Hauptverkehrsstraßen, in die Sommermonate Juli und August. Das bedeutet jedoch für die Bauarbeiter oft extremste Arbeitsbedingungen: So werden an heißen Sommertagen während der Asphaltierungsarbeiten in einer Höhe von 1,5 m über der Fahrbahn Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius gemessen. Pflasterer müssen Temperaturen bis zu 50Grad Celsius aushalten. Da ist es verständlich, dass Baustellen oft schon in den frühen Morgenstunden beginnen müssen.

Um die Bauarbeiter während ihrer Tätigkeit bestmöglich zu schützen, ist der Arbeitsbereich zum Autoverkehr hin in der Regel durch Latten oder Bauzäune abgegrenzt. Insbesondere bei Asphaltierungsarbeiten ist dies bei Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der benachbarten Fahrspur oft nicht möglich. Die Absicherung der Baustelle erfolgt hier durch Leitbaken. Immer wieder kommt es in diesen Fällen vor, dass Autofahrer die Hinweistafeln und Richtungswegweiser nicht beachten und über den neu hergestellten, oft noch dampfenden Belag fahren. Sie gefährden damit nicht nur Bauarbeiter, sondern verursachen auch zusätzliche Staus.

Denn Fahrbahnbeläge müssen je nach den verwendeten Materialien unterschiedlich lange auskühlen bzw. aushärten, bis sie die volle Tragfähigkeit erreichen. Der Baubereich bleibt bis dahin abgesperrt. Während Asphaltoberflächen bereits nach wenigen Stunden die volle Tragfähigkeit erreichen, kann dies bei Betonflächen auch mehrere Tage dauern. In dieser Zeit sind dann keine Bauarbeiter auf der Baustelle zu sehen, sondern sind mit Nebenarbeiten abseits der abgesperrten Flächen beschäftigt.

Optimale Information der Verkehrsteilnehmer/innen

Damit sich die Autofahrerinnen und Autofahrer rechtzeitig auf die Bauvorhaben der MA 28 einstellen können, werden jeweils in der Woche vor Baubeginn bedeutender Baustellen Flugblätter verteilt. Diese informieren die Verkehrsteilnehmer/innen über das Wichtigste zum Straßenumbau und die vorgesehenen Verkehrsmaßnahmen und gegebenenfalls Umleitungsstrecken.

Mit dieser Aktion werden gezielt jene Autofahrerinnen und Autofahrer informiert, die täglich im Bereich der Sommerbaustellen unterwegs und damit von den mit der jeweiligen Baustelle zwangsläufig verbundenen Beeinträchtigungen unmittelbar betroffen sind. (Schluss) kel

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